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Auszeichnung : 13 deutschsprachige Träger des Literaturnobelpreises

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Der Nobelpreis für Literatur ist bisher dreizehn Mal in den deutschsprachigen Raum gegangen.

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erstellt am 05.Okt.2017 | 07:41 Uhr

2009 - Herta Müller (geb. 1957), für eine Schriftstellerin, «diemittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der ProsaLandschaften der Heimatlosigkeit zeichnet». Bekannteste Werke:«Atemschaukel» (Roman), «Der König verneigt sich und tötet» (Essays)und «Herztier» (Roman).

2004 - Elfriede Jelinek (geb. 1946, Österreich), «für denmusikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen undDramen» und ihre «sprachliche Leidenschaft». Bekannteste Werke: «DieKlavierspielerin» (Roman), «Lust (Roman) sowie das Theaterstück«Raststätte oder Sie machen's alle».

1999 - Günter Grass (1927-2015), «weil er in munter schwarzenFabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat».Bekannteste Romane: «Die Blechtrommel», «Hundejahre», «Die Rättin»und «Der Butt».

1981 - Elias Canetti (1905 - 1994, Großbritannien),deutschsprachiger Schriftsteller von Werken wie «Die Blendung», lebtein Großbritannien und in der Schweiz. Die Schwedische Akademiewürdigte sein «schriftstellerisches Werk, geprägt von Weitblick,Ideenreichtum und künstlerischer Kraft».

1972 - Heinrich Böll (1917 - 1985), («Ansichten eines Clowns»,«Die verlorene Ehre der Katharina Blum»), für eine Dichtung, «diedurch ihre Verbindung von zeitgeschichtlichem Weitblick undliebevoller Gestaltungskraft erneuernd in der deutschen Literaturgewirkt hat».

1966 - Nelly Sachs (1891 - 1970, Schweden), vor den Nazis nachSchweden geflohene deutsche Jüdin, für ihre «hervorragenden lyrischenund dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifenderStärke interpretieren».

1946 - Hermann Hesse (1877 - 1962, Schweiz), in Deutschlandgeboren, mit Werken wie «Demian», «Steppenwolf» und «DasGlasperlenspiel» hervorgetretener Lyriker und Erzähler für eine«inspirierte Verfasserschaft, die (...) neben Kühnheit und Tiefezugleich klassische Humanitätsideale und hohe Stilwerte vertritt».

1929 - Thomas Mann (1875 - 1955), für seinen zu einem klassischenWerk zeitgenössischer Literatur gewordenen großen Roman «DieBuddenbrooks».

1919 - Carl Friedrich Georg Spitteler (1845 - 1924, Schweiz), «inWürdigung besonders seines machtvollen Epos «Olympischer Frühling»,verliehen 1920.

1912 - Gerhart Hauptmann (1862 - 1946), als einer derbedeutendsten Vertreter des deutschen Naturalismus («Die Weber») fürseine «reiche, vielseitige, hervorragende Wirksamkeit auf dem Gebietder dramatischen Dichtung».

1910 - Paul Heyse (1830 - 1914), für «seine von Idealismusdurchdrungene, vollendete Kunst», die er «als Lyriker, Dramatiker,Romanschriftsteller und Dichter von weltberühmten Novellen an den Taggelegt hat».

1908 - Rudolf Eucken (1846 - 1926), Philosoph, für eine inzahlreichen seiner Werke vertretene ideale Weltanschauung. In seinemin viele Sprachen übersetzten literarischen Werk entwickelte Euckeneine «schöpferischer Aktivismus» genannte Lebensphilosophie.

1902 - Theodor Mommsen (1817 - 1903), Historiker, für das 1854begonnene Monumentalwerk «Römische Geschichte», das als Meisterwerkder Historiographie gilt.

Preisträger nach Geburtsland geordnet

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