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Politik

19. August 2017 | 19:35 Uhr

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Obrigkeit und Geld



Zu: „Bischof fällt in Ungnade: 31 Millionen! Unfassbar, mir wird schlecht“ (Ausgabe vom 9. Oktober)

Die 3,7 Millionen Euro, die die OB von Kiel an den verarmten Augenarzt verschenkt hat, sind ja Peanuts zum Limburger Bischof und seiner persönlichen Kathedrale. Die Katholische Kirche hat ja in ihrer Vergangenheit umfangreiche Erfahrungen gesammelt, wie verirrte Schäfchen von ihren Sünden befreit werden können, das Fegefeuer scheint mir hier mehr als angebracht. Somit sollte der Papst wieder einen Großinquisitor reaktivieren, der nach einer persönlichen, peinlichen Befragung den Limburger Bischof effektiv und schnell in der Versenkung verschwinden lässt. Bei dieser Gelegenheit kann er gleich die Kieler Beteiligten im sogenannten Steuerdeal mit versenken.

Als normaler Steuerzahler und Gott sei Dank auch als Befreiter vom Ablasshandel (Kirchensteuer) kann ich gar nicht so viel essen wie ich mich übergeben möchte.

Schlecht?! Schwamm drüber, Herr Pfarrer Janssen. Wem wurde bei den Großprojekten wie Stuttgart 21, Pannenflughafen BER oder beim Neubau der Verfassungsschutzzentrale schlecht? 31 Millionen Mehrkosten beim neuen Bischofssitz, das haben Manager schon bekommen, nur damit sie die Firma freiwillig verlassen, die sie in den Sand gesetzt haben. In Schleswig-Holstein regt sich auch keiner darüber auf, dass die Reparatur der Rader Hochbrücke dreimal so teuer wird wie geplant. Hauptsache der Verkehr rollt!

Kieler Familienbetrieb?



Zur Debatte um die Kieler Oberbürger- meisterin Gaschke und den Steuerdeal

Für mich stellt sich diese Frage: Was hat eigentlich MdB Bartels in dieser Angelegenheit zu sagen? Er ist Bundespolitiker. Aus Angelegenheiten/Dienstgeschäften der/des OB hat er sich herauszuhalten. Oder führt bei Abwesenheit zum Beispiel der Bundeskanzlerin Herr Prof. Sauer die Geschäfte?

Von Herrn Bartels erwarte ich intensive Bemühungen zur Eintreibung von Steuerschulden und klare Unterstützung der Finanzbehörden ohne Ansehen der Person. Überhaupt ist zu hinterfragen, wieso Politiker einen „Familienbetrieb“ führen – Stichwort „Befangenheit“.

Auch in diesem Fall greifen diverse plattdeutsche Volksweisheiten:

1. Gornich um kümmern.

2. Een Kreih hackt de anner de Oogen ni    ut.

3. Af vun de Hoff, aver nich över dat

  Geharkte!


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von
erstellt am 10.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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