Sommerwochenende im Norden : Pfingstfest mit Hitzerekord erwartet

Am Wochenende brauchen wir keinen Ausschau nach der Sonne zu halten. Sie kommt von ganz alleine.
Am Wochenende brauchen wir keinen Ausschau nach der Sonne zu halten. Sie kommt von ganz alleine.

Hochsommer - und das schon zu Pfingsten. Die Bundesbürger schwitzen die nächsten Tage bei bis zu 36 Grad. Etwas Abkühlung gibt es erst am Dienstag.

shz.de von
07. Juni 2014, 16:33 Uhr

Offenbach | Deutschland steuert zu Pfingsten auf einen Hitzerekord zu: Luft aus der Sahara treibt die Temperaturen über die Feiertage auf bis zu 36 Grad. „Es wird wohl das wärmste Pfingsten, seit wir ordentlich messen“, sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Samstag. Bisher war Pfingsten 1979 mit 33,9 Grad am heißesten, dicht gefolgt von den Jahren 2000 und 2003. Der DWD gibt für die Feiertage zum ersten Mal in diesem Jahr eine Hitzewarnung heraus.

Die höchsten Temperaturen soll es am Pfingstmontag im Süden und entlang des Rheins geben, aber fast überall in Deutschland wird die 30-Grad-Marke geknackt. Vereinzelt kommt es im südlichen Bergland und in den Alpen zu Hitzegewittern. Meist brenne die Sonne aber vom wolkenlosen Himmel herab, sagt Wetter-Experte Hartmann. Die UV-Belastung steige und damit auch die Sonnenbrandgefahr. „Da ist in Deckung gehen angesagt“, sagte Hartmann. Wer die Sonne nicht meiden könne oder wolle, solle unbedingt Sonnencreme auftragen. Im Norden bleibt es wie üblich etwas kühler. Aber auch für Hamburg und Schleswig-Holstein werden hochsommerliche Temperaturen erwartet.

Ab Dienstag zieht laut DWD eine Kaltfront von Belgien kommend über Deutschland hinweg. Ab der zweiten Wochenhälfte sei es deshalb mit der Hitze vorbei, es bleibe aber im Schnitt 25 Grad warm. Seit 1961 führt der DWD eine Statistik über das Pfingst-Wetter. Das Datum ist nicht immer gleich, denn Pfingsten gehört zu den beweglichen Festen und ist immer sieben Wochen nach Ostern. Bisher war Pfingsten in Deutschland laut DWD 1979 mit 33,9 Grad am heißesten, dicht gefolgt von den Jahren 2000 (33,8) und 2003 (33,5).

Für die ersten zehn Juni-Tage steht der Rekord bei 35,5 Grad, gemessen am 3.6.1947 in Frankfurt. Diese Höchstmarke könnte in diesem Jahr wackeln. Unterdessen ließen Touristen und Einheimische im südlichen Urlaubsland Portugal am Samstag bei Höchsttemperaturen um die 20 Grad sowie vielen Wolken - und zum Teil Regen - Badehosen und Bikinis eher im Schrank. Aus Spanien wurden normale Temperaturen für die Jahreszeit gemeldet, für Madrid etwa um die 25 Grad.

Unterdessen hat der Pfingstreiseverkehr auf den Autobahnen im Norden zu weniger Staus geführt als befürchtet. Um Hamburg herum verlief der Verkehr am Samstag weitgehend störungsfrei, wie es von der Verkehrsleitzentrale hieß. Lediglich auf der A1 von Hamburg in Richtung Lübeck mussten die Autofahrer mehr Geduld mitbringen. Zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe staute sich der Verkehr am Mittag auf neun Kilometer. Als Grund vermutete der Lagedienst im Kieler Innenministerium erhöhtes Verkehrsaufkommen. Auch vor einer Baustelle in Hamburg-Billstedt geriet der Verkehr ins Stocken. Auf der A7 blieb es bei kleineren Behinderungen, wie es weiter hieß. Der Hamburger Elbtunnel war nach Fahrbahnsanierungen bereits Ende Mai wieder vollständig freigegeben worden.

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