Für Milliardensumme : Pepsi übernimmt Sprudelgeräte-Hersteller Sodastream

Ein palästinensischer Arbeiter überprüft eine Box mit einem Sprudler. Der Pepsi-Konzern will Sodastream kaufen. Foto: imago/UPI Photo
Ein palästinensischer Arbeiter überprüft eine Box mit einem Sprudler. Der Pepsi-Konzern will Sodastream kaufen. Foto: imago/UPI Photo

Das Konzept des Sprudelgeräte-Herstellers passe zu den eigenen Firmenzielen, meint der Getränkekonzern PepsiCo.

shz.de von
20. August 2018, 10:14 Uhr

Tel Aviv | Der Getränkegigant PepsiCo will den israelischen Sprudelgeräte-Hersteller Sodastream für 3,2 Milliarden Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro) übernehmen. Dies teilten die Unternehmen am Montag mit. Der Coca-Cola-Konkurrent aus den USA habe zugestimmt, Aktien von Sodastream zum Wert von 144 Dollar je Aktie zu erwerben. Das sei ein 32-prozentiger Aufschlag auf den Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage.

Beim Sodastream-System wird eine spezielle Flasche mit Leitungswasser gefüllt und in ein Gerät gesteckt. Knopf drücken – und das Wasser perlt. Die Kohlensäure kommt aus einem Zylinder. Ist dieser leer, kann er im Handel umgetauscht werden. 2014 hatte Sodastream 556.000 Sprudler in Deutschland verkauft. Aktuellere Zahlen zum Deutschlandgeschäft lagen zunächst nicht vor.

Sodastream bringe die Möglichkeiten PepsiCos voran, "personalisierte Getränkelösungen für Zuhause weltweit" anzubieten, sagte Präsident Ramon Laguarta. Sodastream-Direktor Daniel Birnbaum sagte: "Ich freu mich, dass unser Team Zugang haben wird zu PepsiCos enormen Ressourcen (...)." 2014 war das Unternehmen in die Kritik geraten, weil es die Sprudler im von Israel besetzten Westjordanland herstellen ließ. Kurze Zeit darauf verlegte das Unternehmen seine Produktion nach Israel.

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