Fast-Food-Restaurant : Papst in Bolivien: „Burger King“ wird zur Sakristei

Der Papst ist auf einer achttägigen Reise durch Ecuador, Bolivien und Paraguay unterwegs.
Der Papst ist auf einer achttägigen Reise durch Ecuador, Bolivien und Paraguay unterwegs.

Der Papst stattet einem Fast-Food Restaurant in Bolivien einen Besuch ab. Einen Burger will der Geistliche nicht essen.

shz.de von
10. Juli 2015, 15:09 Uhr

Santa Cruz de la Sierra | Bei seinem Aufenthalt in Bolivien besucht der Papst unter anderem auch ein Restaurant der Fast-Food Kette „Burger King“. Das Oberhaupt der katholischen Kirche will dort jedoch nicht seinen Hunger stillen, sondern schlichtweg seine Kleidung wechseln.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Pures PR-Gold für <a href="https://twitter.com/BurgerKing">@BurgerKing</a> (Foto via <a href="https://twitter.com/rponline">@rponline</a>, Artikel unter <a href="http://t.co/nfQNt3jeZf">http://t.co/nfQNt3jeZf</a>). <a href="https://twitter.com/Pontifex">@Pontifex</a> <a href="http://t.co/0vUcXqRf6w">pic.twitter.com/0vUcXqRf6w</a></p>&mdash; vom Hoff (@Agentur_vomHoff) <a href="https://twitter.com/Agentur_vomHoff/status/619417578461622272">10. Juli 2015</a></blockquote>

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Kurz vor der feierlichen Messen in Santa-Cruz auf dem Jesus-Erlöser-Platz muss der Papst am vergangenen Donnerstag noch seine Amtstracht anziehen. Doch wo ungestört umziehen, wenn hundertausende Katholiken gespannt auf einen warten? Der Geistliche eilt in eine nahegelegene „Burger King“-Filiale und erscheint kurze Zeit später in seinem weißen liturgischen Gewand. Das Schnellrestaurant wurde damit kurzerhand zur Sakristei.

<center><blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="es" dir="ltr">El Papa llega al Burger King que le servirá de sacristía en su primera misa en Santa Cruz (Bolivia). <a href="http://t.co/WoSB9VQK1O">pic.twitter.com/WoSB9VQK1O</a></p>&mdash; Pablo Ordaz (@pablo_ordaz) <a href="https://twitter.com/pablo_ordaz/status/619145259184988160">9. Juli 2015</a></blockquote>

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„Wir wurden um Hilfe gebeten, weil das ein geeigneter Ort war und wir wegen der Messe ohnehin geschlossen hatten“, zitiert Spiegel Online Alfredo Troche, den Leiter des Restaurants. Die spontane Handlung des Geistlichen zieht weltweite Aufmerksamkeit auf das bolivische Schnellrestaurant. In der darauffolgenden Messe sprach der Papst sich gegen Konsumwahn aus.

Bei der Ankunft in Bolivien erhielt der Argentinier von Staatspräsident Evo Morales am Flughafen von El Alto bereits ein besonderes Geschenk. Nachdem der Papst geschwächt in dem 4000 Metern hoch gelegenen Ort aus dem Flugzeug gestiegen war, hängte ihm Morales einen Beutel mit Kokablättern um. Diese helfen gegen Höhenkrankheit, aber der 78-Jährige verzichtete auf den Konsum.

Die achttägige Reise nach Ecuador, Bolivien und Paraguay soll gerade diesen oft wenig beachteten Ländern in der Region und ihren Menschen Mut machen. Bolivien ist stark katholisch geprägt, es gibt aber einen großen Einfluss evangelikaler Pfingstkirchen und von Naturreligionen.

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