Niederlande : Zweiköpfiger Schweinswal in der Nordsee entdeckt 

<p>Der Schweinswal mit den zwei Köpfen hatte ungefähr eine Länge von 70 Zentimetern und ein Gewicht von circa sechs Kilogramm.</p>
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Der Schweinswal mit den zwei Köpfen hatte ungefähr eine Länge von 70 Zentimetern und ein Gewicht von circa sechs Kilogramm.

Den kuriosen Fund machten Fischer bei Rotterdam. Das tote Tier warfen sie zurück ins Meer.

shz.de von
16. Juni 2017, 10:00 Uhr

Rotterdam | Fischern ist in der südlichen Nordsee ein Schweinswal mit zwei Köpfen ins Netz gegangen. Es seien die ersten bekannten siamesischen Zwillinge bei Gewöhnlichen Schweinswalen (Phocoena phocoena), schreiben niederländische Forscher um Erwin Kompanje in einem Magazin des Naturhistorischen Museums in Rotterdam. Die Länge des Tieres wurde durch die Besatzung des Fischereischiffs „Onderneming“ auf 70 Zentimeter und das Gewicht auf mindestens sechs Kilogramm geschätzt.

Die Fischer, die den Wal Ende Mai entdeckten, warfen ihren seltenen Fang wieder zurück ins Meer - aus Angst, gesetzeswidrig zu handeln. Vorher machten sie Bilder und stellten sie den Wissenschaftlern des Naturhistorischen Museums zur Verfügung. Die Forscher vermuten, dass die Siamesischen Zwillinge schon kurz nach der Geburt starben, da sich ihre Rückenflosse nicht versteifen konnte. Das ist für neugeborene Schweinswale wichtig, um schwimmen zu können. In der Nordsee gibt es den Forschern zufolge insgesamt rund 345.000 Schweinswale.

Toter Schweinswal in der Flensburger Förde

Am Donnerstagnachmittag sorgte auch im Flensburger Hafen ein Schweinswal für Aufregung bei Passanten. Diese entdeckten das tote Tier im Segel- und Sportboothafen im Stadtteil „Sonwik“. Die informierte Feuerwehr konnte das 1,20 Meter und 30 Kilo schwere Tier am Abend aus dem Hafenbecken bergen.

<p>Michael Krause von der Flensburger Feuerwehr mit dem toten Schweinswal, der am Abend in den Kühlraum der Berufsfeuerwehr gebracht wurde.</p>
Foto: Karsten Sörensen

Michael Krause von der Flensburger Feuerwehr mit dem toten Schweinswal, der am Abend in den Kühlraum der Berufsfeuerwehr gebracht wurde.

Da die Feuerwehr an dem Tier Verletzungen entdeckte, wurde es zunächst in einen Kühlraum gebracht. Heute soll geklärt werden, ob es noch weiter untersucht werden muss. Bisher ist unklar, wodurch der Schweinswal gestorben ist, aber das Tier hatte vor der Entdeckung vermutlich schon mehrere Tage tot im Wasser getrieben.

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