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Vor oder zurück? : Zeitumstellung 2017: Wann und warum wird die Uhr auf Winterzeit umgestellt?

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Bald wird der Zeiger wieder zurück gedreht. Hier bekommen Sie, alle Infos zur Zeitumstellung auf die Winterzeit.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 11:35 Uhr

Berlin | Das Ende der Sommerzeit naht und die nächste Zeitumstellung steht bevor. In der Nacht von Samstag, 28. Oktober 2017, auf Sonntag, 29. Oktober 2017, werden in Deutschland die Uhren an die Winterzeit angepasst. Um 3 Uhr wird der Zeiger um eine Stunde zurück auf 2 Uhr und damit wieder auf die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) gestellt. Eine gute Nachricht für alle Langschläfer und Partygänger, denn die Nacht wird dadurch eine Stunde länger. Für den Tagesverlauf bedeutet die Zeitumstellung, dass es morgens wieder früher hell und abends früher dunkel wird.

Winterzeit: Welchen historischen Hintergrund hat die Zeitumstellung 2017?

Der Begründung ist hinfällig, dass die Uhrumstellung Strom spart.

Der Begründung ist hinfällig, dass die Uhrumstellung Strom spart.

Foto: Jens Büttner/dpa
 

Die deutsche Winterzeit entspricht der normalen Mitteleuropäischen Zeit. Den ersten Versuch, neben der Winterzeit eine Sommerzeit einzuführen, gab es 1916 im Deutschen Kaiserreich. Drei Jahre lang stellte man die Uhren von Ende März bis Ende September eine Stunde vor. In der Weimarer Republik wurde diese Regelung wieder rückgängig gemacht.

1980 wurde die Sommerzeit dann bis heute gültig eingeführt, da es in den Abendstunden länger hell bleibt und somit weniger Strom für Licht verbraucht wird, so die Theorie. Doch das Ziel der Energieeinsparung erreicht die Zeitumstellung nicht, vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Durch die Uhrumstellung steigt der Energieverbrauch, zum Beispiel dadurch, dass morgens mehr geheizt werden muss.

Welche Auswirkung hat die Zeitumstellung auf die Gesundheit?

Die Tage nach dem Zurückdrehen der Uhr kann es sich wie ein Jetlag anfühlen.

Die Tage nach dem Zurückdrehen der Uhr kann es sich wie ein Jetlag anfühlen.

Foto: Oliver Killig/dpa
 

Während die einen die Zeitumstellung kalt lässt, plagen andere über Probleme. Diese können sich in Form von Müdigkeit, Gereiztheit oder Konzentrationsstörungen bemerkbar machen. „Es ist so eine Art Mini-Jetlag“, sagte der Regensburger Schlafforscher Professor Jürgen Zulley. Jeder Mensch habe einen biologischen Rhythmus, von dem er nicht so einfach abweichen könne. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir zumindest für ein, zwei Tage nicht im richtigen Takt leben.“

In den vergangenen Jahren entfachten solche Aspekte immer wieder eine Diskussion um den Sinn der Zeitumstellung. Zu einer Abschaffung hat es aber noch nicht gereicht. Auch wenn die winterliche Zeitumstellung verträglicher ist, weil man eben eine Stunde „geschenkt“ bekommt, warnen Schlafforscher davor, die Umstellung auf die Winterzeit auf die leichte Schulter zu nehmen. Die veränderte Uhrzeit führe zu rund acht Prozent mehr Verkehrsunfällen.

Wann wird die Winterzeit auf Sommerzeit 2018 geändert?

Im Frühjahr ist dann wieder die Sommerzeit dran.

Im Frühjahr ist dann wieder die Sommerzeit dran.

Foto: Patrick Pleul/dpa
 

Wem der Winter zu kalt wird, der kann sich warme Gedanken machen und sich auf den 25. März 2018 freuen. Dann beginnt offiziell die Sommerzeit und die Uhren werden in der Nacht von Samstag, 24. März 2018, auf Sonntag, 25. März 2018, von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Dann ist die Nacht zwar wieder kürzer, aber es bleibt länger hell und wird wieder wärmer.

Eselsbrücken: Wie kann man sich die Zeitumstellung merken?

Es gibt viele kreative Wege sich zu merken, wann der Zeiger vor und wann er zurück gedreht wird.

Es gibt viele kreative Wege sich zu merken, wann der Zeiger vor und wann er zurück gedreht wird.

Foto: Roland Weihrauch/dpa
 

Zu jeder Zeitumstellung gehört im Vorfeld auch immer die Fragen, wann die Uhren umgestellt werden und ob sie nun vor- oder zurückgestellt werden müssen. Um immer die passende Antwort parat zu haben, gibt es einige Eselsbrücken zur Zeitumstellung. Hier eine Auswahl:

  • „Immer zum Sommer hin.“ Also im Frühjahr eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück.
  • „Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer“ - im Frühjahr plus und im Winter Minus.
  • „Früher aufstehen im Frühjahr“, denn die Uhr wird vorgestellt und die Schlafzeit verringert sich um eine Stunde.
  • „Im Winter gibt es Winterschlaf.“ Eine Stunde mehr Schlaf, denn die Uhren werden zurückgestellt.
  • „Spring forward, fall back.“ Im Frühling (spring) den Zeiger eine Stunde vordrehen, im Herbst (fall) eine Stunde zurück.
  • Im Sommer stellt man die Gartenmöbel vor das Haus, die Uhren werden also eine Stunde vorgestellt. Im Winter werden die Gartenmöbel dann wieder zurück ins Haus gestellt, also werden die Uhren eine Stunde zurückgedreht.

(Mit dpa)

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