zur Navigation springen

Sperrung der Schiersteiner Brücke : Zehntausende im Stau: „Ein Tweet kann eine Brücke sein“

vom

Die Schiersteiner Brücke ist eine wichtige Autobahnverbindung zwischen Wiesbaden und Mainz. Ein beschädigter Pfeiler erzwingt eine tagelange Vollsperrung. Das Ganze sorgt für Spott bei Twitter.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2015 | 16:32 Uhr

Wiesbaden/Mainz | Verkehrschaos am Mittwoch rund um die Schiersteiner Brücke: Eine wichtige Autobahnverbindung zwischen Wiesbaden und Mainz ist am Dienstagabend wegen Sicherheitsmängeln überraschend komplett gesperrt worden – und bleibt es noch bis mindestens Rosenmontag. Zehntausende Autofahrer auf beiden Seiten des Rheins standen am Mittwoch im Stau.

Auch Fußgänger und Radfahrer durften nicht mehr die Rheinbrücke benutzen. Auffahrten auf die A643 zu der Brücke hin waren gesperrt. Es gab lange Rückstaus und volle Ausweichstrecken.

Einer der Pfeiler der Schiersteiner Brücke auf Mainzer Seite habe sich geneigt, teilte am Mittwoch in Koblenz eine Sprecherin des Landesbetriebes Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz mit. Dadurch hänge der Überbau durch und die Fahrbahn habe sich leicht gesenkt. Ob weitere Pfeiler betroffen sind, wieso sich der Pfeiler geneigt hatte und wie schnell das Problem gelöst werden kann, war laut der Sprecherin zunächst unklar.

Bei Twitter macht der Hashtag #brückengau die Runde – die meisten Beiträge sind voller Spott:

Experten nahmen die Schäden am Mittwoch in Augenschein. Der betroffene Pfeiler steht laut LBM-Sprecherin auf Höhe der Anschlussstelle Mainz-Mombach. Er stütze die sogenannte Vorlandbrücke in Rheinland-Pfalz, die baulich von der eigentlichen Schiersteiner Brücke über dem Rhein getrennt ist.

Die vor mehr als 50 Jahren gebaute Schiersteiner Brücke ist längst marode und vielen Pendlern von den häufigen Staumeldungen im Radio bekannt. Täglich nutzten bis zu 90.000 Fahrzeuge die vier Spuren. Seit 2013 entsteht daneben ein sechsspuriger Neubau. Seine Fertigstellung ist aber erst in mehreren Jahren geplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen