zur Navigation springen

Annie's Kiosk : Würstchen-Krieg hinter der dänischen Grenze?

vom

Annie und ihre Hot Dogs sind in Dänemark bekannt. Auch in SH genießt sie einen guten Ruf. Jetzt machen ihr zwei ehemalige Studenten aber Konkurrenz mit ihrem Imbiss "Fjordens Perle". Nur gut 50 Meter vom berühmten „Annie's Kiosk“ an der Flensburger Förde entfernt.

Seit 48 Jahren verkauft Annie Bøgild Hot Dogs an der Flensburger Förde. Ihr Kiosk ist mittlerweile fast schon weltbekannt und zieht Jahr für Jahr Tausende von Einheimische, Segler und Touristen an. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel  war schon in dem Imbiss zu Gast. Von dieser Popularität möchten nun auch zwei junge Dänen profitieren.

„Wir wollen hier mindestens zwei Jahre bleiben“, sagt Simon Kolmus. Der 22-Jährige und sein Geschäftspartner Sören Jessen haben ebenfalls einen Imbiss-Stand in Sønderhav mit Blick auf die Ochseninseln eröffnet. Ihre Standortwahl ist aber gewagt, denn ihre Hot-Dog-Bude steht nur 50 Meter von „Annie’s Kiosk“ entfernt. Stehlen die Beiden also Annie’s Kunden? „Im Sommer müssen die Gäste bei Annie teilweise 30 Minuten warten. Deshalb haben wir eine zweite Option geschaffen“, erklärt Simon Kolmus.

Einen Würstchen-Krieg mit der bekannten Nachbarin wollen die Neuen aber vermeiden. „Wir haben Annie vorher nicht angesprochen, aber sie wird damit zurecht kommen“, sagt der ebenfalls 22-jährige Jessen.

„Ich verkaufe hier schon seit 48 Jahren Hot Dogs. Bis zum 50. Jubiläum werde ich es ja wohl noch schaffen“, sagt Bøgild ein wenig genervt. 

Am vergangenen Wochenende seien aber bereits einige von Annie’s Besuchern an der „Fjordens Perle“ geendet, sagen die beiden Jungunternehmer. Wegen des Feiertags am 1. Mai  kamen die meisten von ihnen aus Deutschland. „Wir hatten mehr Euros in der Kasse als dänische Kronen“, berichtet Kolmus.

Wie viel die Beiden in den Stand investiert haben, wollten sie nicht verraten. Profit werde für sie in diesem Jahr wohl aber nicht mehr abfallen. 2015 wollen sie dann einen Gewinn machen. „Wir setzen in diesem Jahr auf die Mundpropaganda, um bekannter zu werden“, erzählen beide. Dass ihr Stand im kommenden Jahr überhaupt noch existiert, bezweifeln sie nicht. Bøgild dagegen schon: „Eine der beiden Mütter sagte mir schon, dass das nicht lange hält“.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Mai.2014 | 18:24 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen