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Wirbel um Sixt-Werbung mit Mollath

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Nürnberg/München | Der aus der Psychiatrie entlassene Gustl Mollath (Foto) macht unfreiwillig Werbung. Eine Anzeige des Autovermieters Sixt in der "Süddeutschen Zeitung" zeigt ein Porträt des 56-Jährigen mit dem Text "Wenn hier jemand verrückt ist, dann Sixt mit seinen Preisen". Das Zitat sei frei erfunden und die Werbeaktion nicht abgesprochen, sagte Mollaths Anwalt Gerhard Strate und kündigte presserechtliche Schritte an. Vor allem die Verwendung des Begriffs "verrückt" halte er im Zusammenhang mit seinem Mandanten für höchst problematisch. Die Firma hatte in der Vergangenheit wiederholt Politiker ohne deren Wissen vor ihren Werbekarren gespannt. Ein Sixt-Sprecher räumte ein, dass auch die Werbung mit Mollath nicht abgesprochen sei. Das Unternehmen gehe aber davon aus, dass dieser mittlerweile eine öffentliche Person sei und die Werbung daher ohne dessen Einverständnis machbar sei. Mollath war 2006 als gemeingefährlich in die Psychiatrie eingewiesen und vergangene Woche überraschend entlassen worden.

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