Statistisches Bundesamt Wiesbaden : Wir werden immer älter: Frauen haben die Nase vorn

Neugeborene Jungen werden im Schnitt 78 Jahre und vier Monate alt werden. Mädchen können mit einem Alter von 83 Jahren und zwei Monate rechnen.

Neugeborene Jungen haben im Schnitt 78 Jahre und vier Monate Lebenszeit vor sich. Mädchen können mit einem Alter von 83 Jahren und zwei Monaten rechnen.

Die Altersunterschiede zwischen Ost und West haben sich weitgehend angeglichen. Am besten schneidet Baden-Württemberg ab.

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26. März 2018, 13:07 Uhr

Wiesbaden | Die Lebenserwartung in Deutschland ist erneut leicht angestiegen. Ein neugeborener Junge kann im Schnitt 78 Jahre und vier Monate alt werden. Frauen können mit einem Alter von 83 Jahren und zwei Monaten rechnen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte.

Damit hat sich die Lebenserwartung für beide Geschlechter um jeweils zwei Monate erhöht. Die Zahlen beziehen sich auf die sogenannten Sterbetafeln für die Jahre 2014 bis 2016 – im Vergleich zu den Daten für 2013 bis 2015. Dabei werden auch allgemeine Daten zur Bevölkerung mit einbezogen.

Wer in Deutschland als Mann die Schwelle von 65 Jahren erreicht hat, kann statistisch gesehen dann noch weitere 17 Jahre und zehn Monate leben. Für 65-jährige Frauen ergeben sich statistisch 21 weitere Lebensjahre. Damit hat der sogenannte Wert der „ferneren Lebenserwartung“ bei Männern um zwei Monate und bei Frauen um einen Monat zugenommen.

Unter den Bundesländern weist Baden-Württemberg – wie schon seit vielen Jahren – die höchste Lebenserwartung Neugeborener für beide Geschlechter aus. Für Jungen beträgt sie 79 Jahre und sechs Monate, bei Mädchen 84 Jahre. Die niedrigsten Zahlen haben Sachsen-Anhalt bei Jungen (76 Jahre und vier Monate) sowie das Saarland bei Mädchen (82 Jahre und drei Monate).

Die Lebenserwartung in alten und neuen Bundesländern hat sich seit der Wende deutlich angeglichen. 1991/1993 gab es – zugunsten des Westens – noch eine Differenz in der Lebenserwartung bei Geburt von 3,2 Jahren bei den Männern und von 2,3 Jahren bei den Frauen. Inzwischen hat sich die Differenz bei Männern auf 1,3 Jahre eingependelt, bei den Frauen ist jetzt praktisch kein Unterschied mehr feststellbar.

Die Gründe dafür sehen die Statistiker auch in der Verbesserung der medizinischen Versorgung und der allgemeinen Lebensbedingungen in den neuen Ländern. Die bundesweit höchsten Zugewinne bei der Lebenserwartung kann seit 1993/1995 Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen. Dort stieg die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Jungen um 7,9 Jahre, bei Mädchen um 5,5 Jahre.

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