Jogi Löw und Manuel Neuer : Wer wird Weltfußballer des Jahres? Und wer Welttrainer?

Die Wahl zum Weltfußballer des Jahres findet am 12. Januar 2015 in Zürich statt.
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Die Wahl zum Weltfußballer des Jahres findet am 12. Januar 2015 in Zürich statt.

Bereits im Dezember 2014 wurden die drei Finalisten der Weltspieler und –trainer benannt. shz.de stellt die drei Spieler und die drei Trainer vor, die Chance auf den FIFA Ballon d’Or haben.

shz.de von
11. Januar 2015, 18:18 Uhr

Zürich | Es ist die Spitzen-Auszeichnung im Fußball: Der FIFA Ballon d’Or (auf deutsch „Goldener Ball“). Seit 2010 gibt es den Preis in seiner heutigen Form. Es ist eine Verschmelzung der Auszeichnungen „Weltfußballer des Jahres“ und „Ballon d’Or“ und wird gemeinsam von der FIFA und der französischen Fachzeitschrift France Football vergeben. Im schweizerischen Zürich wird am Montagabend um 18.30 Uhr (Eurosport/Sky) der Weltfußballer und der Welttrainer des Jahres geehrt.

Jedes Jahr werden drei Spieler, die durch ihre Spielweise und ihr Können hervorstechen, sowie drei Trainer, die ebenfalls durch überragende Leistungen beeindruckt haben, ausgewählt. Als bester Spieler hat dieses Jahr, neben Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, der deutsche Nationaltorwart Manuel Neuer die Chance auf die Auszeichnung. 1991 hatte das letzte Mal ein deutscher Spieler – damals Lothar Matthäus – den Preis „Weltfußballer des Jahres“ erhalten.

Die Finalisten auf dem Platz:

Die Herren:

Cristiano Ronaldo (Portugal)

2014 hätte für Cristiano Ronaldo nicht besser anfangen können: Nachdem er 2013 bei 59 Pflichtspielen 69 Tore erzielte, wurde er am 13. Januar 2014 zum zweiten Mal in seiner Fußballerkarriere zum Weltfußballer des Jahres gewählt. Auch das restliche Jahr verlief für den Portugiesen nicht schlecht: Bei 30 Begegnungen schoss der Weltfußballer 31 Tore und führte seine Mannschaft, Real Madrid, zum zehnten Titel in der UEFA Champions League.

Lionel Messi (Argentinien)

Er gewann bereits drei Mal den FIFA Ballon d’Or: Lionel Messi. 2014 führte er Argentinien ins Finale der Weltmeisterschaft und zum Titel des Vize-Weltmeisters. Messi erhielt den „Goldenen Ball“ von adidas als bester Spieler der Weltmeisterschaft – noch vor Thomas Müller.

Manuel Neuer (Deutschland)

Der Nationaltorhüter wurde am 7. Dezember bereits zum zweiten Mal in Folge zum „Welttorwart des Jahres“ gekürt. Manuel Neuer ist seit Jahren die Nummer eins im Kasten der deutschen Nationalmannschaft und des deutschen Rekordmeisters Bayern München. Bei der WM in Brasilien trug er mit vielen Glanztaten ausgiebig dazu bei, dass Deutschland Weltmeister wurde. Er wurde für sein tolles Turnier mit dem „Goldenen Handschuh“ von adidas ausgezeichnet.

Auch in der Saison konnte Manuel Neuer mit seiner Mannschaft punkten: Bayern München holte die Meisterschaft und den DFB-Pokal. Neuer ist auch wegen seines revolutionären Torwartspiels nominiert und zeigt, dass auf dem Feld auch 21 Spieler spielen können.

Die Damen:

Nadine Keßler (Deutschland)

Sie ist Europas amtierende Fußballerin des Jahres. Nadine Keßler bewies 2014 ihr Können als Mittelfeldspielerin und führte ihre Mannschaft VfL Wolfsburg als Spielführerin sowohl in der UEFA Champions League als auch in der deutschen Bundesliga zum Titel.

Ebenfalls trug Keßler einen großen Teil dazu bei, dass die deutsche Nationalmannschaft die WM-Qualifikation souverän mit zehn Siegen in zehn Spielen gewann und somit als Favorit in die WM starten wird.

Marta (Brasilien)

Auch Brasiliens Superstar Marta (l.), hier gegen die Australierin Elise Kellond-Knight, kämpft um die Auszeichnung FIFA Ballon d’Or
Auch Brasiliens Superstar Marta (l.), hier gegen die Australierin Elise Kellond-Knight, kämpft um die Auszeichnung FIFA Ballon d’Or
 

Geschick mit dem Ball und Durchhaltevermögen sind die Waffen des Top-Stars Marta. Den Titel „Fifa Weltfußballerin“ hat sie 2006 schon einmal erlangt. Nun, acht Jahre später, ist die Brasilianieren für den Titel „FIFA Ballon d’Or“ nominiert. Mit Tyreso FF erreichte sie das Finale der UEFA Champions League, musste sich dort jedoch VfL Wolfsburg geschlagen geben, trotz der zwei Treffer, die Marta erzielte.

Mit dem Verein FC Rosengard erreichte sie wiederholt den Meistertitel in der schwedischen Liga.

Abby Wambach (USA)

Per Kopf gelang ihr ein wichtiges Tor in der Qualifikation für die WM 2015. Die U.S.- Rekordtorschützin erzielte in 16 Spielen in der heimischen Liga zehn Mal das Tor. Bei großen Turnieren mussten die Torhütter ihretwegen in 29 Spielen ganze 22 Mal hinter sich greifen. 2012 gewann Abby Wambach zum ersten Mal den Titel FIFA Weltfußballerin des Jahres.

Die Finalisten neben dem Platz:

Bei den Herren:

Carlo Ancelotti (Italien)

Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti ist im Rennen um den FIFA Ballon d'Or für den Trainer des Jahres.
Foto: Alessandro Di Marco
Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti ist im Rennen um den FIFA Ballon d'Or für den Trainer des Jahres.
 

Carlo Ancelotti gewann mit Real Madrid in seinem Trainerdebüt den spanischen Pokal und holte mit dem Team den zehnten Europapokalsieg. Er führte Real Madrid in die Erfolgsspur zurück. Auch in der neuen Saison entfaltet sich die Leistung der Madrilenen weiter. Die Mannschaft holte mit Ancelotti den UEFA-Supercup.

Diego Simeone (Argentinien)

Sein Motto lautet: „Von Spiel zu Spiel“. Dieses Prinzip von Trainer Diego Simeone beschert der Mannschaft von Atletico Madrid einen besonderen Status in einer Liga, die sonst von Vereinen wie Real Madrid und dem FC Barcelona dominiert wird. Diego Simeone führte Atletico Madrid in das zweite „Champions League“-Finale der Vereinsgeschichte und brachte den großen Rivalen Real Madrid an den Rand einer Niederlage.

Joachim Löw (Deutschland)

Joachim „Jogi“ Löw wurde 2004 zum Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft unter Jürgen Klinsmann. Nach dem Rücktritt Klinsmanns, übernahm Löw das Team und führte die deutsche Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel 2014. In Deutschland wurde er dafür mit dem jährlich verliehenen Titel „Fußballtrainer des Jahres“ ausgezeichnet.

Bei den Damen:

Ralf Kellermann (Deutschland)

Der Titel blieb auch 2014 bei ihnen: Ralf Kellermann führte den VfL Wolfsburg zum Titelgewinn in der UEFA Champions League. Auch ein erneuter Sieg in der deutschen Meisterschaft war unter seiner Leitung sicher.

Maren Meinert (Deutschland)

Der Sieg einer Nationalmannschaft im eigenen Land gelang Maren Meinert 2010 in Deutschland. Mit dem Nachwuchs des Deutschen Fussball-Bundes, gewann Meinert viele Titel, unter anderen den Weltmeistertitel im eigenen Land mit den U-20-Frauen.

Neben den WM-Titeln von 2004 und 2010, holte sich die deutsche Trainerin mit ihrer Mannschaft 2014 zum dritten Mal den Weltmeistertitel.

Norio Sasaki (Japan)

Sasaki (r) sahnt ab: holt er, nach dem WM-Titel 2011, nun auch die Auszeichnung FIFA Ballon d’Or?
Sasaki (r) sahnt ab: holt er, nach dem WM-Titel 2011, nun auch die Auszeichnung FIFA Ballon d’Or?
 

Er sicherte Japan den ersten WM-Titel: 2011 führte Norio Sasaki die Frauennationalmannschaft Japans zum Sieg und erlangte dadurch legendären Ruhm. Ebenfalls einen ersten Titel erreichte Sasaki mit der Nationalmannschaft bei den AFC Frauen-Asienmeisterschaften 2014. Auch im Algarve-Cup erreichte die Mannschaft unter Sasakis Anleitung das Endspiel, unterlag hier jedoch der deutschen mannschaft.

Wer letztendlich den Titel holt, entscheidet sich am 12. Januar. Die Deutschen Fans sind sich jedoch einig:

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