Marinebasis in US-Hauptstadt : Washington: Berichte über Schüsse lösen Großeinsatz aus

Noch wurden keine Schüsse von offizieller Seite bestätigt. Das Gelände ist trotzdem abgeriegelt.
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Noch wurden keine Schüsse von offizieller Seite bestätigt. Das Gelände ist trotzdem abgeriegelt.

Ein massives Polizeiaufgebot riegelt einen Marinestützpunkt in Washington ab. Doch es gibt Entwarnung.

shz.de von
02. Juli 2015, 15:56 Uhr

Washington | Berichte über Schüsse auf einer Marinebasis in der US-Hauptstadt Washington haben für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Fernsehbilder zeigten am Donnerstag ein massives Aufgebot an Einsatzfahrzeugen in der Gegend. Viele Straßen wurden abgesperrt. Entgegen ersten Berichten sind aber wohl keine Schüsse gefallen. „Es kann bisher kein Vorfall bestätigt werden“, meldete die Navy am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Laut der städtischen Feuerwehr liegen keine Angaben über Verletzte vor.

Der Washington Navy Yard ist eine ehemalige Marinewerft und Waffenfabrik. Seit 1961 wird das Gelände von Verwaltungsdienststellen der Marine genutzt. Das Gelände liegt direkt am Nordufer des Anacostia Flusses. Es ist 0,26 Quadratmeter groß und grenzt im Norden an eine der Hauptverkehrsachsen durch Washington.

Bilder des US-Senders „News 13“ zeigen die Absperrungen:

Auch andere Stellen wie die Heimatschutzbehörde, das Militär, die Feuerwehr und die Bundespolizei FBI schickten Einsatzkräfte. Viele Straßen wurden abgesperrt. Die Basis sei zumindest teilweise evakuiert worden, berichtete der TV-Sender NBC. Die Navy forderte ihr Personal auf, zunächst nicht zur Arbeit zu erscheinen.

Bei einem Amoklauf auf dem sogenannten Navy Yard in der Bundeshauptstadt waren vor knapp zwei Jahren 13 Menschen ums Leben gekommen. Ein 34 Jahre alter psychisch kranker Schütze hatte damals in einem Kommandozentrum der Navy mit einer Schrotflinte um sich geschossen. Er hatte sich damals mit dem Ausweis eines Ex-Mitarbeiters Zugang zu dem schwer bewachten Gebäude verschafft. Seitdem wurden die Sicherheitsmaßnahmen für die Anlage deutlich verschärft.

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