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Brauchtum und Aberglaube zu Weihnachten : Warum saubere Wäsche Unglück bringt

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Keine Wäsche zwischen den Feiertagen aufhängen: Dieser Brauch ist in SH verbreitet. Aber welche Brauchtümer gibt es noch? shz.de stellt in einer Serie einige Bräuche rund um die Feiertage vor.

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erstellt am 11.Feb.2016 | 10:23 Uhr

Die Wäsche gilt als zweite Haut des Menschen. Deshalb muss man sie vor Hexen und Dämonen, die zu besonderen Zeiten des Jahres umgehen, schützen. Aus dieser Überlegung heraus kommt der Aberglaube, keine Wäsche an Neujahr und Weihnachten zu waschen und aufzuhängen. Bricht man das Verbot, bedeutet dies Unglück für Haus und Stall. Sogar der Tod eines Familienmitglieds kann dadurch heraufbeschworen werden. „Wer'n Tuun kleed't, mutt'n Doden kleden“, hieß es in SH.

Übrigens: Der Glaube, besser keine Wäsche an Feiertagen aufzuhängen, gilt auch für Ostern, die Walpurgisnacht und an Sonntagen. Generell sollte die Wäsche im Hellen von der Leine genommen werden. Hosen und Hemden, die erst im Dunkeln abgenommen werden, haben böse Zauberkräfte.

Haar und Fingernägeln werden besondere Verbindungen zum Körper zugeschrieben. Der Glaube geht sogar so weit, dass ihnen magische Kräfte zugesprochen werden. Zwischen den Feiertagen sollte man deshalb Haare und Fingernägel nicht schneiden, sonst drohen im kommenden Jahr Kopfschmerzen und Erkrankungen.

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