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Disney versus Pornostar : Warum der Disney-Film „Moana“ in Deutschland „Vaiana“ heißt

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Häufig werden Filmtitel hierzulande eingedeutscht. Bei dem in den USA veröffentlichten Titel „Moana“ steckt ein schlüpfriger Grund dahinter.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2017 | 11:12 Uhr

Erstaunen beim Blick auf die DVD-Hülle nach dem Familienkinoabend: Der Disneyfilm „Vaiana“ heißt im US-Original ganz anders, nämlich „Moana“. Nun ist man als deutscher Zuschauer Titeländerungen bei fremdsprachigen Filmen durchaus gewöhnt.  Doch bei diesem Film gibt es einen besonderen Hintergrund:

Bei „Vaiana“ liegen die Gründe für die Umbenennung jedoch anders. Kenner des Schmuddelfilmsegments können mit dem Originalnamen der Disneyheldin vielleicht etwas anfangen: Genauso heißt ein zweiteiliger TV-Film über die italienische Pornodarstellerin Moana Pozzi, die 1994 mit 33 Jahren an Krebs gestorben ist.

Zum einen wäre es natürlich unangenehm, wenn man nun statt des Kinderfilms plötzlich einen für Erwachsene erwirbt, und diesen nichts ahnend in den DVD-Player schiebt. Darüber hinaus dürfen in Deutschland und anderen Ländern zwei (oder mehrere Filme) nicht den selben Namen tragen. Also musste „Moana“ hierzulande anders heißen. Das Gleiche gilt für Italien, wo „Moana“ unter dem Namen „Oceania“ vertrieben wurde.

Passend sind jedoch alle drei Namen: „Moana“ bedeutet Ozean, „Vai“ in vielen pazifischen Staaten Wasser – und „Oceania“ erklärt sich wohl von selbst.

Wenn Filmtitel übersetzt werden, ist das Ergebnis nicht immer ganz schlüssig. Manche Übersetzungen von Filmtiteln ergeben Sinn, wie beispielsweise die deutschen Titel der „Star Wars“-Reihe, wo aus „A new Hope“ „Eine neue Hoffnung“ wurde und aus „The Force Awakens“ „Das Erwachen der Macht“. Andere deutsche Titel hingegen klingen so gewollt lustig, dass es schon traurig ist: Aus „Frozen“ wird „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“, aus „Tangled“ „Rapunzel – Neu verföhnt“ und aus dem puristischen Titel „Alien“ in Deutschland gleich „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“.

Noch grenzwertiger sind jedoch englischsprachige Filmtitel, die für Deutschland einen anderen englischen Namen erhalten, so wie der französische Liam-Neeson-Actionthriller, der hierzulande unter „96 Hours“ lief und im Original „Taken“ heißt. Ähnlich hirnrissig: Aus „Thor – The Dark World“ wurde „Thor – The Dark Kingdom“.

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