Brauchtum und Aberglaube : Warum böllern wir eigentlich an Silvester?

Keine Wäsche zwischen den Feiertagen aufhängen: Dieser Brauch ist in SH verbreitet. Aber welche Brauchtümer gibt es noch? shz.de stellt in einer Serie einige Bräuche rund um die Feiertage vor. Heute: Neujahr.

von
30. Dezember 2015, 11:27 Uhr

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Zeit der Geister, Hexen und Dämonen. Um diese zu vertreiben, kann man allerlei unternehmen. Räuchern und Verteilen von Weihwasser ist heutzutage nicht mehr üblich. Laute Geräusche wie Schießen und Glockenläuten, um die Geister zu vertreiben, kommt einem da schon bekannter vor. Nur, dass es mittlerweile Böller und bunte Raketen sind, die in der Silvesternacht die Dämonen vertreiben sollen.

Der Lärm hat allerdings neben dem Vertreiben der Geister noch eine andere Bedeutung: Er gilt als Ausdruck von Freude.

Nach der ganzen Feierei ist an Neujahr eher ausschlafen, aufräumen und die Spuren der Silvesterparty beseitigen angesagt.

Nach dem Vergnügen die Arbeit: An Neujahr müssen die Reste der Böller beseitigt werden.
imago/Westend61
Nach dem Vergnügen die Arbeit: An Neujahr müssen die Reste der Böller beseitigt werden.
 

Wenn die Straßen und Gehwege gefegt sind, bleibt noch Zeit für einen Neujahrsspaziergang. Und vielleicht für den ein oder anderen schlechten Witz.

<center><blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Vielleicht ist der Tag nach Silvester gar nicht der erste Januar, sondern Manuel Neujahr. REALLY?</p>&mdash; General Gamer (@LeGeneralGamer) <a href="https://twitter.com/LeGeneralGamer/status/547030118762549248">22. Dezember 2014</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></center>

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen