zur Navigation springen

Sieben Feuer ausser Kontrolle : Waldbrände in Kanada breiten sich immer weiter aus

vom

Innerhalb von 24 Stunden hat sich die betroffene Fläche von 100 auf 850 Quadratkilometer ausgeweitet.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2016 | 10:34 Uhr

Fort McMurray | Die Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta nehmen immer dramatischere Ausmaße an. Die vom Flammenmeer betroffene Fläche habe sich binnen 24 Stunden von 100 auf 850 Quadratkilometer vervielfacht, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Am glühend roten Nachthimmel über der Brandzone türmten sich riesige Rauchwolken auf.

Die Waldbrände haben nicht nur Auswirkungen auf die Bevölkerung. Der Ölpreis ist gestiegen - weil die von den Flammen betroffene Stadt Fort McMurray im Ölsand-Abbaugebiet liegt. Einige Ölkonzerne wie zum Beispiel Shell haben ihre Produktion in dem Gebiet gedrosselt.

„Unsere Provinz steht vor einer der bedeutendsten Herausforderungen in ihrer Geschichte“, zitierte die Zeitung „Globe and Mail“ Albertas Regierungschefin Rachel Notley. Mit allen Mitteln kämpfe man gegen das Feuer, sagte sie. Mehr als 1000 Feuerwehrkräfte waren laut Behörden zuletzt im Einsatz. Tote oder ernsthaft Verletzte gibt es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Albertas Regierung hatte am Donnerstagmorgen mitgeteilt, von 49 Bränden seien 7 außer Kontrolle. Neben den Hundertschaften der Feuerwehr waren demnach auch 145 Hubschrauber und 22 Löschflugzeuge im Einsatz. Experten schätzten die Schäden der Katastrophe auf umgerechnet bis zu sechs Milliarden Euro, wie Medien berichteten.

Für die Provinz war am Mittwoch der Notstand ausgerufen worden. In der am härtesten getroffenen Stadt Fort McMurray und deren Umgebung mussten wegen der Brände rund 90.000 Menschen ihre Häuser verlassen, Hunderte Gebäude wurden von den Flammen zerstört. Kanadas Premierminister Justin Trudeau sprach im Parlament von der größten Evakuierung aus Feuerschutzgründen in der Geschichte des Landes.

Videos zeigen, wie schnell die Flammen sich ausbreiten:

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen