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"Drei Stern Rot" : Von der NVA-Vergangenheit eingeholt

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Ein Schauspieler dreht durch - in der Psychiatrie findet man die Gründe seiner Krankheit in der DDR-Kindheit.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2009 | 05:31 Uhr

"Helden wie wir"-Regisseur Olaf Kaiser liegt die Aufarbeitung der DDR-Geschichte am Herzen: In dem Film "Drei Stern Rot" verliert der Schauspieler Christian Blank (Rainer Frank) bei Dreharbeiten scheinbar ohne Grund die Kontrolle über sich. In einer Szene am ehemaligen "antifaschistischen Schutzwall" stürzt er sich auf einen Kollegen, der im Film einen DDR-Grenzschützer mimt. Mit der Diagnose Borderline-Syndrom landet Blank in der Psychiatrie.
Im Laufe der Therapie stellt sich heraus: Sein Verhalten liegt in seiner Kindheit und Jugend in der DDR und vor allem seinem Dienst bei der NVA begründet. Dort schikanierte ihn Major Nattenklinger (Dietmar Mössmer) am übelsten, jener Mann, den Blank bei den Dreharbeiten zu seinem neuen Film in dem Schauspielkollegen wieder erkannt haben will. Der Film ist das Psychogramm eines sensiblen Mann, aber auch eine beeindruckende Aufarbeitung der Machtstrukturen in der DDR, der jetzt - 20 Jahre nach dem Mauerfall - wieder in die Kinos kommt.

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