Hardangervidda-Ebene : Vom Blitz getroffen: Unwetter tötet 332 Rentiere in Norwegen

<p>Einigen toten Tieren wurden für weitere Untersuchungen das Gehirn entnommen.</p>
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Einigen toten Tieren wurden für weitere Untersuchungen das Gehirn entnommen.

Bei einem Unwetter drängten sich hunderte Rentiere nah aneinander. Genau das könnte Experten zufolge vielen von ihnen zum Verhängnis geworden sein.

shz.de von
29. August 2016, 11:00 Uhr

Oslo | Blitze haben auf einer Hochebene im Süden Norwegens mehr als 300 wilde Rentiere getötet. Nach einem Unwetter hätten Wildhüter auf der Hardangervidda-Ebene (etwa 200 Kilometer östlich von Oslo) bis Sonntag 322 tote Tiere gezählt, die meisten von ihnen innerhalb eines Radius' von 50 bis 80 Metern.

Ort des Schreckens: Auf der Hardangervidda-Ebene starben über 300 Rentiere.
dpa
Ort des Schreckens: Auf der Hardangervidda-Ebene starben über 300 Rentiere.

Diese Zahl sei ungewöhnlich hoch, sagte ein Sprecher der Naturaufsicht dem Sender NRK. Wahrscheinlich hätten sich die Tiere während des Gewitters aneinander gedrängt.

Einigen der toten Rentiere wurden die Gehirne entnommen, um sie auf die chronische Auszehrungskrankheit CWD hin zu untersuchen, die bei einigen Rentieren in Norwegen festgestellt worden war. Die Krankheit attackiert das zentrale Nervensystem.

Ein großer Teil der Hardangervidda-Hochebene gehört zu einem Nationalpark und ist ein beliebtes Wandergebiet. In der Gegend leben etwa 10.000 wilde Rentiere.

Auch in Hamburg und Schleswig-Holstein sorgte Unwetter für zahlreiche Einsätze. Straßen standen unter Wasser, es gab umgekippte Bäume und Blitzeinschläge.

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