Unfall auf Truppenübungsplatz : Vier Soldaten bei Sprengübung in Munster verletzt – Polizei ermittelt

Ein Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A7 feuert einen scharfen Schoß auf dem Truppenübungsplatz in Munster ab.

Ein Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A7 feuert einen scharfen Schoß auf dem Truppenübungsplatz in Munster ab.

Die Soldaten kamen zur Behandlung in ein Hamburger Krankenhaus. Zwei von ihnen wurden schwer verletzt.

shz.de von
31. Mai 2018, 11:34 Uhr

Munster | Nach einem Unfall bei einer Sprengübung der Bundeswehr in Munster mit vier Verletzten sucht die Polizei nach Ursachen und möglichen Verantwortlichen. "Der Zentrale Kriminaldienst hat die Ermittlungen aufgenommen", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Heidekreis am Donnerstag. Der Zentrale Kriminaldienst ist unter anderem für Fälle herausragender Bedeutung zuständig. Er hat spezielle Aufgaben wie die Bildung von Sonderkommissionen.

Der Unfall war am Mittwochmittag auf einem Truppenübungsplatz passiert, schrieb die Bundeswehr auf ihrer Webseite. Zwei Soldaten seien schwer verletzt zur Notfallbehandlung nach Hamburg gebracht worden, befänden sich aber außer Lebensgefahr. Wie es zu dem Unfall kam, sei noch nicht klar.

Auch die Polizei konnte zunächst keine Details zu den Verletzten und der Unfallursache nennen. Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie Agnes Strack-Zimmermann sagte der "Bild"-Zeitung, die zuerst über den Vorfall berichtet hatte: "Ich hoffe sehr, dass die schwer verletzten Soldaten genesen werden und die Bundeswehr transparent aufklärt und informiert, wie es zu diesem Unfall kommen konnte."

Bei einem Übungsmarsch waren am 19. Juli 2017 in Munster mehrere Offiziersanwärter kollabiert, einer starb später an den Folgen. Sie hatten zuvor bei Temperaturen von knapp 28 Grad noch eine Extra-Strecke laufen müssen. Untersuchungen ergaben später, dass sie einen Hitzschlag erlitten. Die Bundeswehr kündigte daraufhin im März an, die Ausbildung der Soldaten zu ändern.

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