zur Navigation springen

Gefahr in der Weihnachtszeit : Video: Was tun, wenn der Tannenbaum brennt?

vom

Kerzen strahlen Gemütlichkeit aus – doch gerade in der Weichnachtszeit werden sie immer wieder zur Gefahr.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2016 | 11:11 Uhr

Es dauert nur ein paar Sekunden. Dann hat eine kleine Flamme die ersten Geschenke unter dem Tannenbaum in Brand gesetzt. Der Rauchmelder an der Decke fängt an zu piepen, ein paar Sekunden später ist er gar nicht mehr zu sehen, denn beißender Rauch breitet sich im Wohnzimmer aus. „Man riecht stark die ätherischen Öle des Baumes“, sagt Mark Zielinski und tritt ein paar Schritte zurück. Er ist Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg und kann deswegen so gelassen bleiben, weil das was sich vor seinen Augen  auf dem Hof der Feuerwache abspielt, nur eine Übung ist.

Eine Übung, mit der der Landesfeuerwehrverband  zeigen will, wie gefährlich das Weihnachtsfest werden kann. „Natürlich haben wir um die Weihnachtszeit mehr offenes Feuer in den Wohnungen, deswegen ist das Risiko auch höher, dass etwas passiert“, sagt Zielinski.  In den vergangenen Jahren seien die Brände von Tannenbäumen zwar etwas zurückgegangen, etwa weil die Menschen häufiger elektrische statt Wachskerzen einsetzten oder die Bäume noch relativ frisch geschlagen seien, sagt Holger Bauer vom Landesfeuerwehrverband, der direkt neben Zielinski das Feuer beobachtet. „Aber die Gefahr, die von Adventsgestecken ausgehen, sind deutlich höher. Denn die stehen schon seit Wochen in den Häusern, sind ausgetrocknet und damit brandgefährlich.“  Im schlimmsten Fall könne es neben hohen Sachschäden auch Verletzte und Tote geben.

Bei der Übung greifen die Flammen schnell auf Möbel und Gardinen über, zwei  Feuerwehrleute mit vollem Atemschutz gelingt es schließlich mit einigen Wasserstößen den Brand schnell  zu löschen. „Man darf nicht vergessen, dass sich alle fünf Minuten die Schadenshöhe verdoppelt“, sagt Mark Zielinski, der bei Einsätzen immer noch in Wohnungen und Häuser kommt, in denen keine Rauchmelder installiert sind. „Und auch wenn sie dort sind, muss immer noch jemand den Alarm hören und die Feuerwehr rufen“, sagt der Wehrführer. Und die braucht in der Regel zehn Minuten bis sie am Einsatzort eintrifft, im schlimmsten Fall kann dann schon ein Haus im Vollbrand stehen. „Und genau das wollen wir eben nicht mehr erleben“, sagt Holger Bauer.

Und so wird die Feuerwehr auch nicht müde, weiter vor den Gefahren zu warnen – oder wie Bauer es formuliert: „Wir machen immer so eine Vorführung  – alle Jahre wieder.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen