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Bild von Maler Paolo Porpora : Video: Junge stolpert und schlägt Loch in wertvolles Gemälde

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Es ist 350 Jahre alt und 1,5 Millionen Dollar wert: Ein Zwölfjähriger beschädigte das Bild bei einer Ausstellung in Taipeh.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2015 | 10:47 Uhr

Ein zwölfjähriger Junge aus Taiwan hat bei einem Besuch in einem Museum ein 350 Jahre altes und rund 1,5 Millionen Dollar teures Gemälde des italienischen Malers Paolo Porpora beschädigt. Zu der ungewollten Slapstick-Einlage des Jungen war es bei einer Führung gekommen. Während der Zwölfjährige mit einem Drink in der Hand der Gruppe folgte, stolperte er und stützte sich geistesgegenwärtig mit der Hand ab. Dabei schlug er mit der Hand ein Loch in das Gemälde. Alles festgehalten von einer Überwachungskamera: 

Die Organisatoren der Ausstellung „Face of Leonardo: Images of a Genius“ (dt. „Gesichter von Leonardo: Bilder eines Genies“) in Taipeh veröffentlichten das Video im Netz. Es zeigt den Jungen im blauen T-Shirt und Shorts, wie er an der Absperrung vor dem Bild ins Straucheln gerät. Nach seinem Fauxpas wirkt der Zwölfjährige wie versteinert und ist offenbar geschockt. 

Wie die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, wollen die Organisatoren der Ausstellung den Jungen und seine Familie jedoch nicht für seinen Fehler belangen. Sun Chi-hsuan, Chef der Ausstellung, sagte, den Jungen treffe keine Schuld, denn er sei offensichtlich sehr nervös gewesen. Das Gemälde gehöre einem privaten Sammler und sei entsprechend versichert gewesen.

Die Ausstellung zeigt 55 Gemälde, darunter auch Portraits des Malers Leonardo. Das beschädigte „Stillleben von Blumen“ wurde um 1660 von Porpora gemalt und ist das einzige Gemälde von ihm, das auch signiert ist.

70億的達文西親筆真跡總價值100億 共55幅 從文藝復興到近代的大師全真跡現在就在台北華山 空前絕後 史上唯一 錯過不再尤其經過了今天的事件 真的對台灣來說 應該是錯過不會再再再再再.....了這次展出的作品 全數都是親筆真跡...

Posted by 真相達文西特展 on  Sunday, 23 August 2015

Auf der Webseite eines Bloggers wurden Fotos veröffentlicht, die das beschädigte Gemälde zeigen:

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Foto: markleblog.pixnet.net

Experten begutachten den Schaden am Bild.

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Foto: markleblog.pixnet.net
 

Bereits am Wochenende hat ein kleines Mädchen im Israel-Museum in Jerusalem versehentlich ein rund 2000 Jahre altes Glasgefäß zerbrochen. Dabei handelte es sich zudem auch noch um eine Leihgabe aus den USA. Eine Sprecherin des Museums in Jerusalem bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Haaretz“. Sie wollte sich nicht zu weiteren Einzelheiten äußern. Das Gefäß gehöre der Familienstiftung Robert und Renee Belfer aus New York, berichtete „Haaretz“. Es sei Teil einer Sammlung von Objekten aus dem Altertum.

Wegen der Sommerferien in Israel besuchen viele Familien mit Kindern das Museum. Das Mädchen habe sich am vergangenen Sonntag anscheinend gegen die Glasvitrine gelehnt oder sie erschüttert, hieß es weiter in dem Bericht. Dabei sei das ausgestellte Objekt umgefallen. Experten des Museums hätten es inzwischen mit Erlaubnis der Besitzer wieder repariert. Es sei in einem „besseren Zustand als zuvor“. „Man muss sich sehr anstrengen, um den Bruch mit bloßem Auge zu erkennen“, schrieb die Zeitung unter Berufung auf das Museum.

Laut Guardian ist es nicht der erste Vorfall, bei dem Museumsbesucher Kunst beschädigen. 2006 fiel ein Mann über seine Schnürsenkel und zerstörte im Fitzwilliam Museum in Cambridge (Großbritannien) drei 300 Jahre alte chinesische Vasen. 2010 fiel eine Frau im New York Metropolitan Museum of Art in ein Werk des Künstlers Pablo Picasso. Sie verursachte einen Riss von 15 Zentimeter in dem Gemälde. Der Kasino-Mogul Steve Wynn beschädigte 2007 einen Picasso von 1932. Das Werk „Le Rêve“ konnte er 2013 dennoch für 155 Millionen Dollar verkaufen.

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