Vibratorpräsentation im Supermarkt

Passen Sie auf, was Sie Ihren Kollegen am Arbeitsplatz präsentieren!
Passen Sie auf, was Sie Ihren Kollegen am Arbeitsplatz präsentieren!

Darf eine Supermarktkassiererin entlassen werden, weil sie einer Arbeitskollegin ihren neuen Vibrator präsentiert?

Avatar_shz von
04. November 2007, 02:50 Uhr

Eine Supermarktkassiererin hatte während einer Arbeitspause voller Begeisterung ihren neuen Vibrator ausgepackt und einer Kollegin anschaulich von den Vorzügen des Gerätes berichtet. Die muntere Vorführung fand zwar im Pausenraum statt, dennoch wurden auch Kunden aufmerksam und ließen sich von den Ausführungen der Dame unterhalten. In diesem Fall hatte die Freizügigkeit Konsequenzen. Ihr "Spielzeug" kostete die Kassiererin den Arbeitsplatz: Ihr wurde fristlos gekündigt, und zwar zu Recht, wie das Arbeitsgericht Frankfurt feststellte. Allein das Vorzeigen sexuell motivierter Gerätschaften an der Arbeitsstelle könne bereits eine sexuelle Belästigung darstellen und daher Grund für eine fristlose Kündigung sein. Dabei müsse auch nicht grundsätzlich vorher eine Abhmahnung ausgesprochen werden. Fazit: Der Arbeitsplatz sollte jungfräulich bleiben.
Bei Interesse siehe hierzu: § 626 BGB, "Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund"

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen