Insektizid Fipronil : Verseuchte Eier aus Holland: SH bleibt verschont

Schleswig-Holstein und Hamburg scheinen von den mit dem Insektizid Fipronil verseuchten Eiern vorerst verschont zu sein.
Schleswig-Holstein und Hamburg scheinen von den mit dem Insektizid Fipronil verseuchten Eiern vorerst verschont zu sein.

Ministerium gibt Entwarnung: Von den verseuchten Eiern seien keine nach Schleswig-Holstein gelangt.

shz.de von
01. August 2017, 15:09 Uhr

Den Haag/Kiel | Aus Belgien und den Niederlanden sind nach bisherigem Stand keine mit dem Insektizid Fipronil belasteten Eier nach Schleswig-Holstein und Hamburg gelangt. „Nach den uns vorliegenden Informationen aus dem Europäischen Schnellwarnsystem ist Schleswig-Holstein zurzeit nicht betroffen“, hieß es am Dienstag aus dem Verbraucherschutzministeriums in Kiel.

Die niederländischen Behörden riefen am Dienstagmorgen mehrere Millionen verseuchte Eier aus Supermärkten zurück. Die Eier könnten mit dem Läusebekämpfungsmittel Fipronil belastet sein. Unklar ist, ob das Mittel für Menschen schädlich ist oder nicht.

Der Verzehr der Eier könne gesundheitsschädlich sein, warnte die Lebensmittelaufsichtsbehörde NVWA. Die Eier enthalten eine zu hohe Dosis des Läusebekämpfungsmittels Fipronil und sind möglicherweise auch nach Deutschland exportiert worden. In Nordrhein-Westfalen waren bereits am Sonntag fast 900.000 Eier zurückgerufen worden.

Das Insektizid wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt. Nach NRW wurden laut Ministerium etwa 2,9 Millionen Eier aus den betroffenen Beständen geliefert, davon sollen etwa 875.000 in den Handel gelangt sein.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen