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Suche nach Mutter und Tochter : Vermisste Familie aus Drage: Suche im See eingestellt

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Die Hinweise des Sonarboots brachten keinen Ermittlungserfolg. Die Suche ist für die Taucher sehr mühsam.

Buchholz | Die Suche nach einer vermissten Familie aus Drage in einem See bei Buchholz (Landkreis Harburg) hat bis zum Donnerstagabend kein Ergebnis gebracht. Bis 18 Uhr waren Taucher ihm Einsatz, doch sie fanden nur Baumstämme oder Bodenwellen, wo das Sonarboot auffällige Stellen angezeigt hatte.

Für die Polizei gibt es damit derzeit keine Anhaltspunkte, die weitere Suchmaßnahmen möglich machen würden. Die Beamten der Soko Schulze arbeiten nun die noch offenen Spuren ab, teilt die Polizei mit. Eine „heiße“ Spur sei aber nicht darunter.

Die Sichtverhältnisse in dem knapp vier Hektar großen See waren äußerst schlecht. Schon an der Oberfläche ist die Sicht auf wenige Zentimeter begrenzt. Die sechs Taucher mussten in bis zu fünf Metern Tiefe nach den Vermissten suchen. Die Aktion soll bis zum Abend fortgesetzt werden. Eine weitere heiße Spur gebe es bislang nicht, sagte Krüger. Mit Hilfe von Fährtenhunden hatte die Polizei festgestellt, dass die dreiköpfige Familie zwar zum See gegangen, aber nur der Vater wieder zurückgekommen sein muss.

Die Polizei sucht nach der 43-jährigen Mutter und ihrer zwölfjährigen Tochter aus Drage, die seit Ferienbeginn vermisst werden. Die beiden könnten einer Familientragödie zum Opfer gefallen sein. Der Vater der Familie war Ende Juli bei Lauenburg tot aus der Elbe geborgen worden. Er hatte sich allem Anschein nach selbst getötet und sich einen 25 Kilo schweren Betonklotz an den Körper gebunden. Die Polizei schließt nicht aus, dass er vorher seine Frau und seine zwölfjährige Tochter umgebracht hat.

Am Dienstag waren zwei weitere Personenspürhunde im Einsatz und bestätigten den Fährtenhund. Da die Geruchsspur mittlerweile rund vier Wochen alt ist, waren witterungsbedingte Ungenauigkeiten nicht auszuschließen.

Die Leiche des Vaters wurde am 31. Juli in der Elbe bei Lauenburg gefunden. Die Polizei geht von einem Familiendrama aus. Hinweise auf Fremdverschulden bei dem Vater gab es nicht.

Eine Zeugin gab den entscheidenden Hinweis auf den Teich: Sie will die vermisste Frau und ihre zwölfjährige Tochter vor knapp einem Monat kurz vor ihrem Verschwinden an dem Buchholzer See gesehen haben. Ermittler hatten daraufhin die konkrete Suche nach der Familie wieder aufgenommen.

Die Familie aus Drage wird seit letzter Woche vermisst.
Die Familie aus Drage wird seit letzter Woche vermisst. Foto: Polizeiinspektion Harburg
 

Die Zeugin hatte sich nach der Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gemeldet. „Ihre Beobachtungen haben uns zu dem Schluss kommen lassen, dass sie höchstwahrscheinlich die Familie am Tag des Verschwindens lebend gesehen hat“, sagte der Polizeisprecher.

Die Zeugin habe sich bereits in der ersten Woche des Verschwindens anonym bei der Polizei mit einer vagen Beobachtung gemeldet. „Der Hinweis war leider so vage, dass wir daraus nichts machen konnten“, sagte der Polizeisprecher.

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erstellt am 20.Aug.2015 | 19:15 Uhr

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