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Neues vom Hauptstadtflughafen : Verkehrsausschussvorsitzender: BER-Eröffnung auch 2018 unwahrscheinlich

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Schon fast keine Nachricht mehr: Die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens wird sich wohl weiter verzögern. Mit Baufirmen wird noch verhandelt.

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2017 | 07:42 Uhr

Berlin | Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert, zweifelt an einer Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im kommenden Jahr. „Ich persönlich glaube nicht, dass es 2018 noch gelingen kann“, sagte der SPD-Politiker in Berlin. „Der BER ist ein Theaterstück, wo der letzte Akt noch nicht feststeht. Fakt ist: (...) Wenn's einen Eröffnungstermin gibt, muss der sitzen.“ Da der Bund neben den Ländern Berlin und Brandenburg einer der Gesellschafter des BER ist, beschäftigt sich der Verkehrsausschuss im Bundestag regelmäßig mit dem Thema. Burkert leitet das Gremium seit 2014.

Der Flughafen sollte ursprünglich 2011 in Betrieb gehen. Der Eröffnungstermin ist seither mehrmals verschoben worden. Im Juli 2016 hieß es noch, die Eröffnung werde im November 2017 über die Bühne gehen. Im Januar hieß es dann: Die Eröffnung findet erst 2018 statt. Grund für Verspätungen sind zahlreiche schwerwiegende Fehler bei der Planung und beim Bau des Hauptstadtflughafens.

Nach fünf geplatzten Terminen hatte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup 2018 als Ziel für die Eröffnung ausgegeben. Auf die Kritik hin verwies er auf die am Bau beteiligten Firmen. „Der Eröffnungstermin hängt wesentlich davon ab, ob es gelingt, mit den fünf entscheidenden Baufirmen - Bosch, Caverion, Siemens, T-Systems und ROM - verbindliche vertragliche Regelungen über die Restbauleistungen und Termine zu treffen“, sagte Lütke Daldrup. Seit rund zwei Monaten werde intensiv darüber verhandelt. „Wenn es gelingt, mit den Firmen belastbare Vereinbarungen zu treffen, dann ist 2018 noch möglich.“ Die Baufirmen verdienen daran, dass der Flughafen nicht fertig wird.

Seit 2012 werden sie auf Stundenbasis angefordert. Lütke Daldrup hatte zuvor bekannt, dieses System nicht mehr fundamental ändern zu können. Für die laufenden Gespräche stellte er aber ein Ende in Aussicht: „Wir rechnen mit einem Abschluss der Verhandlungen im Spätsommer.“

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