zur Navigation springen

FC Bayern-Präsident : Uli Hoeneß wettert gegen seine Haftstrafe und attackiert die Presse

vom

Er sei der Einzige, der trotz Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis musste, sagt der Bayern-Präsident.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 17:12 Uhr

Vaduz | „Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war“, sagte Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern Münchens, bei einer Gala-Veranstaltung in Liechtenstein. „Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen. Aber in diesem Spiel habe ich klar gegen die Medien verloren.“ Die Schweizer Zeitung „Blick“veröffentlichte die Aussagen von Hoeneß am Mittwoch.

Hoeneß war am 13. März 2014 wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vom Gericht zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Am 29. Februar 2016 kam er vorzeitig aus der Haft. Bisher hatte er sich nach seiner Entlassung nur wenig gegenüber den Medien geäußert.

„Mein wirtschaftliches Ergebnis bei der Bank Vontobel von 2001 bis 2010 war minus drei Millionen Euro. Ich habe über 40 Millionen Strafe gezahlt, inklusive 18 Millionen Zinsen und zwei Millionen Kirchensteuer.“ Trotzdem habe er sich entschieden ins Gefängnis zu gehen. Presse-Theater habe es nur gegeben, bis er im Gefängnis war. „Nach dem zweiten oder dritten Hausbesuch hat mich die Presse danach in Ruhe gelassen“, schilderte der Bayern-Präsident weiter.

Hoeneß äußerte sich auch über das Alter der aktuellen Bayern Mannschaft, die er nicht gerecht bewertet findet. „Die Medien machen ein Theater, wie wenn wir ein Altersheim hätten. Jedes Mal, wenn der Ribéry nach 70 Minuten raus muss, ruft er mich am Abend an und sagt: Jetzt habe ich genug, ich gehe!“ Sie hätten eine Mannschaft, die ein bisschen in die Jahre gekommen sei, aber für ihn gebe es keine alten oder jungen Mannschaften, sondern nur gute und schlechte, erklärte er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen