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Inhaftiert in der JVA Landsberg : Uli Hoeneß beantragt: Freiheit ab 29. Februar

vom
Aus der Onlineredaktion

Erst die 10.000-Euro-Spende, dann der Antrag auf vorzeitige Entlassung: Hoeneß ist wieder in den Schlagzeilen.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2015 | 13:32 Uhr

Landsberg | Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Uli Hoeneß will ab Ende Februar 2016 wieder auf freiem Fuß sein. Am zuständigen Landgericht Augsburg beantragte er, die restliche Strafe zum „Halbstrafenzeitpunkt“ auszusetzen. Das bestätigte das Gericht in einer Pressemitteilung. Zuerst hatte bild.de darüber berichtet.

Der Fall Hoeneß spaltet die Nation. Für die einen ist er ein Idol des deutschen Fußballs, dessen Ruf auch eine Haftstrafe nichts anhaben kann. Für die anderen ist er ein verurteilter Schwerverbrecher. Würde seinem Antrag stattgegeben, würde dies eine Diskusssion befeuern, ob Hoeneß bei seiner Strafzumessung einen Promi-Bonus bekommt. Die gab es schon bei seiner Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Haft wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro.

Das Gesetz sieht eine Umwandlung einer Haftstrafe zur Hälfte der abgessenen Zeit in eine Bewährungsstrafe vor. Es gibt aber mehrere Voraussetzungen. Das Augsburger Landgericht zitiert in seiner Presseerklärung unter anderem aus dem Paragraphen 57 des Strafgesetzbuches, „dass besondere Umstände“ vorliegen müssen.

Entscheiden will das Gericht offenbar nicht vor Mitte Januar 2016. „Anfragen vor Mitte Januar 2016 sind nicht zielführend“, heißt es in der Pressemitteilung.

Am Montag hatte Hoeneß als Freigänger in einer Radioshow angerufen und bei einem „Spendenmarathon“ 10.000 Euro gespendet. Der 63 Jahre alte Hoeneß darf seit Jahresbeginn die Haftanstalt tagsüber verlassen, um sich in der Geschäftsstelle in der Säbener Straße in München um die Jugendarbeit des FC Bayern zu kümmern.

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