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Tod auf der „Nautilus“ : U-Boot-Fall Kim Wall: Taucher finden Säge in Bucht bei Kopenhagen

vom

Norwegen und Schweden untersuchen derweil, ob Peter Madsen mit ungelösten Fällen in Verbindung stehen könnte.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 12:16 Uhr

Kopenhagen | Neues makabres Detail im Fall Kim Wall: Taucher haben in einer Bucht, in der auch Leichenteile der schwedischen Journalistin geborgen worden waren, eine Säge entdeckt. Das Werkzeug sei nahe der Route gefunden worden, die der mordverdächtige Erfinder Peter Madsen nach bisherigen Erkenntnissen mit seinem U-Boot fuhr, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Säge werde nun von Kriminaltechnikern untersucht.

Madsen wird vorgeworfen, die Journalistin Wall an Bord seines selbstgebauten U-Bootes ermordet und dann über Bord geworfen zu haben. Teile ihrer Leiche wurden später in der Bucht gefunden, Kopf und Beine waren abgesägt worden.

Der Erfinder stellte Walls Tod als Unfall dar – ihr sei ein schweres Luk auf den Kopf gefallen. Zersägt habe er sie nicht. An dem später gefundenen Schädel entdeckte die Polizei jedoch keine Spuren eines Schlages. Die Todesursache der Frau steht noch nicht fest. Madsens Anwältin teilte am Mittwoch mit, ihr Mandant wolle nicht mehr mit der Polizei reden.

Norwegische Polizei gleicht Madsens DNA mit alten Fällen ab

Bereits am Mittwoch wurde bekannt, dass die norwegische Polizei ihre dänischen Kollegen um DNA-Proben Madsens gebeten hat. Ein Kripo-Sprecher sagte gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, man wolle das genetische Profil des Mannes mit ungeklärten Fällen in Norwegen abgleichen. Auch die schwedische Polizei wollte seine DNA mit Spuren aus ungelösten Mordfällen in Schweden vergleichen.

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