zur Navigation springen

Nach tödlichem Unfall : Trauerfeier in Marne: Feuerwehrleute nehmen Abschied vom Kameraden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Tod eines Feuerwehrmanns in Dithmarschen erschütterte ganz Deutschland. Bei der Trauerfeier am Samstag nahmen 650 Menschen teil.

Knapp zwei Wochen nach dem Tod eines Feuerwehrmannes bei einem Brand in Marne (Kreis Dithmarschen) haben Angehörige, Freunde und Kameraden am Samstag Abschied genommen. Bei der Trauerfeier nahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit unter anderem auch Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD), der Landtagspräsident Klaus Schlie, Landesbrandmeister Detlef Radtke und der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes Hans-Peter Kröger teil. 

Detlef Radtke sagte in seiner Trauerrede: „Der Kamerad wird nicht nur bei denen in Erinnerung bleiben, die ihn persönlich kannten, sondern auch bei denen, die betroffen sind, dass ein Retter im Einsatz sein Leben gelassen hat, weil er anderen helfen wollte.“

650 Menschen nahmen an der Trauerfeier teil. Es sei ausdrücklich der Wunsch der Familie gewesen, die Beerdigung auf einen Samstag zu legen, damit viele Kameraden Abschied nehmen können, sagte der Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Dithmarschen, Kay Ehlers. Die Feuerwehrleute bildeten ein Spalier für den Leichenwagen.

Der 31-Jährige war bei einem Feuer in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Marner Innenstadt als Atemschutzträger in dem Gebäude, um den Brandherd zu suchen. Als sich plötzlich der Rauch verfärbte, kam für die drei Trupps das Signal zum Rückzug – doch der 31-Jährige kam nicht aus dem brennenden Haus heraus, stattdessen empfingen seine Kameraden nur den Notruf „Mayday, mayday, mayday“. Eine Rettungsmannschaft fand nur noch die Leiche des jungen Feuerwehrmannes, der seit 13 Jahren für die Marner Wehr im Einsatz war.

Der erste tödliche Unfall eines Feuerwehrmannes im Einsatz seit neun Jahren hatte im ganzen Land Trauer und Entsetzen ausgelöst. „Bei aller hochentwickelter Technik und intensiver Schulung darf nie vergessen werden, dass Feuerwehrdienst immer auch etwas mit Gefährlichkeit zu tun hat“, sagte Landesbrandmeister Detlef Radtke. Die Marner Feuerwehrkameraden wurden seelsorgerisch betreut und bei Einsätzen von den Nachbarwehren unterstützt. Nach dem Unfall legten die Kameraden einen Kranz an der Brandstätte nieder.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Dez.2015 | 19:50 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert