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Dänemark : Tod durch Betonklotz: Familie will Schadenersatz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

2016 warf ein Unbekannter einen Betonklotz von einer Brücke, eine Frau starb. Nun fordert die Familie Geld vom dänischen Staat.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2017 | 14:25 Uhr

Odense | Nach dem tödlichen Wurf eines Betonklotzes von einer Autobahnbrücke in Dänemark erwartet den dänischen Staat eine Schadenersatz-Forderung. Ein Unbekannter hatte am 21. August letzten Jahres einen 30 Kilo schweren Betonklotz auf die Autobahn zwischen Odense auf der Insel Fünen und Kolding geworfen. Bei der Tat war eine 33-jährige Frau aus Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) ums Leben gekommen, der 36-Jährige Ehemann wurde schwer verletzt und lag lange im Koma. Ihr fünf Jahre alter Sohn kam damals mit Schrammen davon.

„Es wird eine Forderung kommen“, kündigte jetzt der dänische Anwalt der Familie, Jan Hollmén Olesen, gegenüber der dänischen Nachrichten-Agentur „Ritzau“ an. Schließlich handele es sich um ein in Dänemark begangenes Verbrechen, was auch ausländische Opfer zu einem Schadensersatz nach dänischem Erstattungsrecht berechtige. Demnach werde es eine Forderung wegen des Todes der Mutter sowie wegen des Verdienstausfalls des Vaters geben, so der Anwalt. Die Höhe der Forderungen müsse noch durch Gutachten bestimmt werden – es könne sich durchaus um einen Millionenbetrag (in dänischen Kronen) handeln. Dazu, wie es dem Vater heute geht, wolle die Familie keine Angaben machen, so Olesen.

Die Suche nach dem oder den Tätern läuft unterdessen weiter. Trotz einer ausgelobten Belohnung von 250.000 Kronen (33.000 Euro) und mehr als 600 Hinweisen hat die dänische Polizei aber weiterhin keine Spur vom Steinwerfer.

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