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Familie : Tipps bei Stalking: Kontakt abbrechen und Beweise sammeln

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Nach der Geiselnahme in Ingolstadt ist eine Debatte um schärfere Stalking-Gesetze entbrannt. Der Täter hatte monatelang einer Mitarbeiterin des Rathauses nachgestellt. Wie können Betroffene sich vor Stalkern schützen?

Hinter einem Stalker kann sich der Ex-Partner, ein Freund oder Kollege verbergen. Manche wollen sich rächen, andere handeln aus Liebeswahn. In jedem Fall will der Stalker Macht und Kontrolle über sein Opfer bekommen. Darauf weist die Polizeiliche Kriminalprävention hin. Um sich in einer akuten Situation zu schützen, gibt es folgende Tipps:

Keinen Kontakt zulassen: Man sollte dem Stalker sofort klar machen, dass man jetzt und in Zukunft keinerlei Kontakt will. Auf ein «abschließendes klärendes Gespräch» oder ähnliches lässt man sich besser gar nicht ein. Danach ist es wichtig, den Stalker komplett zu ignorieren. Jede noch so kleine Reaktion weckt sonst nur Hoffnungen in ihm.

Das Umfeld informieren: Familie, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn ins Boot zu holen, gibt Sicherheit. Bei einer akuten Bedrohung, etwa wenn der Stalker einen verfolgt oder in die Wohnung eindringt, sollte die Polizei über den Notruf 110 alarmiert werden. Andere aufzuklären schützt außerdem davor, dass der Stalker gegen den Willen Informationen erfragt.

Im Notfall ausweichen: Wird man vom Stalker im Auto verfolgt, kann man beispielsweise die nächste Polizeidienststelle oder eine Tankstelle anfahren. Dort ist es möglich, Hilfe zu bekommen und die Polizei zu verständigen.

Beweise sammeln: Oft ist der erste Impuls, Briefe und Geschenke zu vernichten. Es ist aber sehr wichtig, alles, was der Stalker schickt oder mitteilt, zu dokumentieren. Denn all das kann später als Beweismittel dienen. Jeder Besuch, jeder Anruf, jeder Brief und jedes Geschenk sollte daher notiert werden. Anrufe lassen sich außerdem am besten auf Anrufbeantworten sowie E-Mails auf einer CD oder einem USB-Stick sichern.

Mit persönlichen Daten geizen: Mit Unterlagen, auf denen sich persönliche Daten befinden - etwa Briefe, Kataloge, Zeitschriften - sollte man besonders sorgsam umgehen und sie so entsorgen, dass Name, Adresse oder Geburtsdatum nicht mehr zu lesen sind. So wird vermieden, dass der Stalker etwa Daten missbraucht und zum Beispiel unter fremdem Namen im Internet einkauft.

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erstellt am 20.Aug.2013 | 16:16 Uhr

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