Reaktion auf Naidoo beim ESC 2016 : Til Schweiger: „Was die Leitmedien abziehen, ist eine Form von Terrorismus“

Der NDR hat die Teilnahme von Xavier Naidoo beim ESC wieder abgesagt. Jetzt kritisiert unter anderem Til Schweiger die Medien scharf.

shz.de von
23. November 2015, 13:49 Uhr

Berlin | Erst wollte ihn der NDR direkt und ohne vorherige Abstimmung der Zuschauer zum Eurovision Song Contest (ESC) schicken, dann sagte er Xavier Naidoos Teilnahme wieder ab. Der Druck war zu groß geworden, nachdem im Netz der Ankündigung ein Shitstorm gefolgt war - aus zwei Gründen. Erstens, weil die Zuschauer nicht abstimmen dürfen. Und zweitens, weil Xavier Naidoo Homophobie und rechtes Gedankengut vorgeworfen werden.

Auf den Shitstorm und die Absage folgt jetzt die nächste Reaktion, wie unter anderem das Magazin Meedia berichtet: Promis solidarisieren sich bei Facebook mit dem deutschen Sänger Naidoo - und kritisieren die Medien scharf. So bekennt sich unter anderem Michael Mittermaier bei Facebook zu Naidoo. Er spricht von einem „billig initiierten Presse-Shitstorm“ - für seinen Post inklusive Foto bekommt er über 55.000 Gefällt-mir-Angaben.

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Dieses Foto wiederum teilt Til Schweiger. Der Schauspieler formuliert seine Meinung jedoch noch drastischer. „Wo kommt dieser Hass her? Woher die Lust zu zerstören? Was hier gerade von den sogenannten Leitmedien abgezogen wird, das ist eine Form des Terrorismus!“, poltert er auf seiner Facebook-Seite. Auch er bekommt dafür über 40.000 Facebook-Likes.

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Naidoo selbst kommentiert das Hin und Her mit dem NDR ebenfalls bei Facebook. Die Entscheidung sei ok für ihn, schreibt er, „meine Leidenschaft für die Musik und mein Einsatz für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander wird hierdurch nicht gebremst“.

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Kritik für den Umgang des NDR mit dem Fall Naidoo kommt von vielen Seiten - selbst von intern. „Ich hätte es begrüßt, wenn diese Diskussion ARD-intern hätte geführt werden können, bevor mit der Nominierung Fakten geschaffen wurden“, kritisierte ARD-Programmdirektor Volker Herres in der „Welt am Sonntag“.

Wie es indes mit der Planung für den ESC 2016 weitergehen soll und wer Deutschland vertreten soll, wird beim NDR derzeit weiter diskutiert.

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