Tourismus : Teures Souvenir: Sardinischer Sand kostet bis zu 3000 Euro

Ein Schild weist auf einem sardinischen Strand auf das Verbot hin.

Ein Schild weist auf einem sardinischen Strand auf das Verbot hin.

Die Behörden auf der italienischen Insel wollen verhindern, dass Touristen feinen Strandsand mit nach Hause nehmen.

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13. August 2018, 12:06 Uhr

Sardinien | Sardinien-Urlauber aufgepasst: Wer sich als Erinnerung an seine Ferien auf der italienischen Insel weißen Strandsand mit nach Hause nimmt und von der Polizei oder am Flughafen erwischt wird, muss tief ins Portemonnaie greifen. Per Gesetz ist seit Juli 2017 festgelegt, dass der Sanddiebstahl zwischen 500 und 3000 Euro Strafe kostet. Kürzlich warnte sogar das Auswärtige Amt auf Facebook vor dem teuren Sand-Souvenir.

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„Touristen nehmen jedes Jahr tonnenweise Sand, Steine und Muscheln als Souvenir von der Insel mit. Das stellt einen beträchtlichen Umweltschaden dar und ist daher per Gesetz verboten“, heißt es in dem Post.

Schilder, die auf das Verbot hinweisen, wurden am vergangenen Wochenende von einem britischen Touristen offenbar übersehen. Die sardinische Polizei, die die Kontrollen intensiviert hat, sah ihn mit einer mit Sand gefüllten Flasche und verhängte ein Bußgeld von 1000 Euro. Das Verbot gilt auch an Stränden, wo keine Schilder explizit darauf hinweisen.

Handtücher sind tabu

Die sardinischen Behörden gehen beim Schutz der Strände sogar noch einen Schritt weiter: So ist am besonders beliebten Strand La Pelosa seit diesem Sommer sogar das Mitbringen von Handtüchern, Taschen und Kühltaschen verboten – weil Urlauber damit ungewollt Sand abtragen.

Bei mehreren Tausend Strandbesuchern täglich summiere sich das, meint der Bürgermeister der Gemeinde Stintino. Er rät dazu, Strohmatten mitzubringen.

Auch in anderen Regionen Italiens ist das Mitnehmen von Sand verboten, die Strafen dafür variieren allerdings. Ausfuhrverbote gelten zudem etwa auf den Malediven.

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