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Bundesanwaltschaft : Terroranschlag verhindert: IS-Kämpfer hatten Düsseldorf im Visier

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Vier Männer aus Syrien sollen nach einem Bericht des Magazins „Spiegel“ einen Terroranschlag in Deutschland geplant haben. Sie wurden offenbar vom Islamischen Staat beauftragt.

Düsseldorf | Die Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen geplanten Anschlag des Islamischen Staats (IS) in der Düsseldorfer Altstadt vereitelt. Drei Terrorverdächtige aus Syrien wurden am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Ein vierter Mann sitze in Frankreich in Untersuchungshaft. Zuerst hatte „Spiegel Online“ über die Festnahmen berichtet.

Was ist über die Terrorpläne bekannt?

  • Den Auftrag für den Anschlag in Düsseldorf hat die Gruppe laut Bundesanwaltschaft bereits 2014 direkt von der Führungsebene des IS bekommen. Geplant gewesen sei, dass sich zunächst zwei Selbstmordattentäter in der zentralen Heinrich-Heine-Allee in die Luft sprengen. Anschließend hätten weitere Attentäter möglichst viele Passanten mit Gewehren und Sprengsätzen töten sollen, hieß es weiter.
  • Laut Bundesanwaltschaft wurden die drei Männer im Alter von 25, 27 und 31 Jahren in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg festgenommen. Der vierte Mann habe sich am 1. Februar in Paris den französischen Behörden offenbart. Die Bundesanwaltschaft bemühe sich um die Auslieferung des 25-Jährigen.
  • Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt/Oder wurde einer der Syrer in Wriezen, einer Kleinstadt im Oderbruch, gefasst.
  • Die Heinrich-Heine-Allee liegt im Herzen Düsseldorfs. An der gleichnamigen U-Bahn-Station laufen mehrere Linien zusammen. Wer in die Altstadt will, steigt in der Regel dort aus.
  • Hinweise, „dass die Beschuldigten bereits mit der Umsetzung ihres Anschlagsplanes konkret begonnen hatten“, liegen demnach nicht vor. Einen Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft, die am 10. Juni in Frankreich beginnt, gebe es nicht. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin sagte auf Anfrage lediglich, die Gefährdungslage sei „unverändert“ hoch. Deutschland befinde sich weiterhin „ebenso wie andere europäische Staaten im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus“. Justizminister Heiko Maas (SPD) erklärte: „Das entschlossene Vorgehen des Generalbundesanwaltes zeigt: Unsere Ermittlungsbehörden gehen gegen mutmaßliche Terroristen mit allen Mitteln des Rechtsstaats vor.“ Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums verwies darauf, „dass die Sicherheitsbehörden wachsam sind und die Zusammenarbeit gut ist“.
  • Der 27-Jährige und der in Paris inhaftierte Mann sollen den Angaben zufolge im Frühjahr 2014 in Syrien den Auftrag für den Anschlag erhalten haben. Sie seien im Mai 2014 in die Türkei und im März und Juli 2015 von dort getrennt über Griechenland weiter nach Deutschland gereist. Den in NRW festgenommenen 25-Jährigen hätten sie spätestens im Januar 2016 davon überzeugt, sich zu beteiligen. Der 31 Jahre alte Verdächtige habe die Sprengstoffwesten herstellen sollen. Er sei schon seit Oktober 2014 in Deutschland, hieß es.

Wie geht es jetzt weiter?

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte, die Männer sollten nach Möglichkeit noch am Donnerstag in Karlsruhe dem Haftrichter vorgeführt werden. Details zu den Festnahmen nannte er nicht.

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erstellt am 02.Jun.2016 | 15:57 Uhr

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