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Präsidentschaftswahlkampf in den USA : Teenager wollte offenbar Donald Trump töten

vom

Ein junger Mann gibt zu, in Las Vegas ein Attentat auf den umstrittenen Kandidaten im US-Präsidentschaftswahlkampf geplant zu haben.

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2016 | 06:42 Uhr

Las Vegas | Ein Mann hat bei der Polizei in Las Vegas ausgesagt, dass er den wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump töten wollte. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor. Er war am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung des 70-jährigen Multimilliardärs festgenommen worden, nachdem er versucht hatte, die Waffe eines Mitarbeiters des Secret Service zu stehlen.

Donald Trump ist heftig umstritten. Der wahrscheinliche republikanische Kandidat für die Präsidentschaftswahlen gestaltet seinen Wahlkampf populistisch und hat sich mit diversen hasserfüllten und abfälligen Aussagen viele Feinde gemacht.

Im Verhör mit der Polizei gab er demnach an, er sei eigens von Kalifornien nach Las Vegas (Nevada) gefahren, um Trump zu töten. Am Tag zuvor habe er an einem Schießstand trainiert. Das sei das erste Mal gewesen, dass er eine Waffe benutzt habe, hieß es weiter. Er gab an, er verfolge den Plan bereits seit fast einem Jahr.

Wie aus den Dokumenten weiter hervorgeht, hatte der Mann einen britischen Führerschein bei sich. Gegenüber der Polizei soll er ausgesagt haben, er lebe seit etwa eineinhalb Jahren in Hoboken im Bundesstaat New Jersey. In Medienberichten hieß es, er sei erst 19 Jahre alt.

Donald Trump ist Ex-Demokrat, Ex-Unabhängiger und Ex-Präsidentschaftsbewerber der Reform Party. Seit dem Sommer 2015 brüllt und holzt er als rechtskonservativer Populist. Damit hat er sehr viel mehr Erfolg als fast alle gedacht haben. Nicht nur US-Medien, auch ausländische Beobachter schwanken zwischen Fassungslosigkeit und Faszination. Sie halten Trumps Radikalität für gefährlich, hinterfragen aber lange nicht immer in der nötigen Tiefe.

Trump sei größenwahnsinnig, heißt es in vielen Kommentaren. Ein Napoleon. Der Putin Amerikas. Ein Clown. Vulgär. Grell. Aber kein Sender will an ihm vorbei. Trump kann machen, was er will, alles wird live übertragen, kein Kandidat bekommt mehr Aufmerksamkeit. Er ist auf allen Kanälen, dazu twittert er noch wie kein Zweiter. Kritik perlt an ihm ab, berührt ihn nicht, er keilt unbeirrt zurück.

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