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„Style“ und „Bad Blood“ : Taylor Swift soll helfen: Apple-Erfolg löst ironische Bitten aus

vom

Taylor Swift erreichte mit einem Blogeintrag, dass Apple Musikern auch während der kostenlosen Probezeit beim neuen Streaming-Dienst Geld bezahlen wird. Nun füllt sich die Wunschliste.

shz.de von
erstellt am 22.Jun.2015 | 14:27 Uhr

Nachdem Taylor Swift mit nur einem Blogeintrag mehr Geld für Musiker bei Apple Music herausgeschlagen hat, fielen Internet-Nutzern viele Probleme ein, die die 25-jährige Sängerin als nächstes angehen könnte. Das Ende der Armut, neue Waffengesetze in den USA, die Lösung des Nahost-Konfliktes und die Rettung der Zeitungsbranche waren nur einige der Anliegen, die ironisch an die US-Sängerin herangetragen wurden.

Swift hat bei Apple mit nur einem offenen Brief am Sonntag mehr Geld für Künstler und Plattenfirmen beim neuen Musikdienst des Konzerns rausgeholt. Apple kündigte nur wenige Stunden nach Swifts Blogeintrag an, dass Musiker auch während der kostenlosen dreimonatigen Probezeit bezahlt werden. Das war ursprünglich nicht vorgesehen. Die 25-Jährige Swift hatte dies in einem Blogeintrag als „schockierend und enttäuschend“ verurteilt.

Twitter-Künstler „Darth“ wünschte sich Frühstück bei McDonald's den ganzen Tag und ein anderer Twitter-Nutzer fragte vorsichtig an, ob Swift für ihn vielleicht ein Upgrade in einer höhere Sitzklasse bei seinem anstehenden Langstreckenflug rausholen könnte.

Unter den anderen Wünschen waren beispielsweise eine Vorgeschichte zu den Harry-Potter-Büchern sowie die größte Herausforderung: „Kannst Du den Montag verschieben?“

Online-Journalist Dave Pell machte sich sogar die Mühe, einen Parodie-Brief mit weiteren Forderungen im Namen von Swift zu schreiben. Dort hieß es unter anderem, dass die Konfliktparteien im Nahen Osten ihr aktuelles Album „1989“ nicht zu hören bekommen werden, bis sie Frieden erreichen.

Für ihre Forderungen bekam sie aber auch von anderen Künstlern wie Elvis Costello Zuspruch:

Der Chef der Apple-Plattform iTunes, Eddy Cue, sagte dem Technologie-Blog „Recode“, das Umdenken sei von Swifts offenem Brief ausgelöst worden. Er habe die Änderung mit Konzernchef Tim Cook besprochen. Apple werde die Künstler bei seinem Streaming-Dienst Apple Music während der Gratis-Probezeit zu einem nicht näher genannten Tarif pro Abruf der Songs bezahlen. Es ist unklar, wie viel die Änderung Apple kosten wird.

Swift bedankte sich via Twitter für die Unterstützung ihres Anliegens.

Beim Streaming wird die Musik direkt aus dem Netz abgespielt. Apple setzte bisher auf den Verkauf von Musik zum Herunterladen. Mit dem Start von Apple Music am 30. Juni stößt der iPhone-Konzern ins Streaming-Geschäft vor, in dem bisher die schwedische Firma Spotify der Marktführer ist. Dabei lockt Apple die Kunden mit einer kostenlosen Schnupperphase. Der US-Konzern konnte negative Schlagzeilen wenige Tage vor dem wichtigen Marktstart überhaupt nicht gebrauchen. Swift hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt, als sie ihre Alben bei Spotify abzog, weil der Dienst auch eine werbefinanzierte Gratis-Version hat. Die Sängerin sieht darin eine Entwertung von Musik. Jetzt hatte sie angekündigt, sie werde ihr aktuelles Album „1989“ dem Streaming-Service von Apple vorenthalten.
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