Feuer am Karfreitag : Tatverdächtiger nach Wohnhausbrand in Leipzig in U-Haft

Polizei und Feuerwehr sind in der Wurzener Straße in Leipzig mit Sicherungsarbeiten beschäftigt.

Polizei und Feuerwehr sind in der Wurzener Straße in Leipzig mit Sicherungsarbeiten beschäftigt.

Die Flammen verletzten 16 Menschen und kosteten auch mindestens ein Leben. Ein Mann gilt als tatverdächtig.

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31. März 2018, 18:50 Uhr

Leipzig | Nach dem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Leipzig ist gegen einen 32 Jahre alten Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Der Mann aus Syrien wurde am Samstag einem Haftrichter vorgeführt und danach in ein Gefängnis gebracht, wie die Polizei mitteilte.  „Der Tatvorwurf lautet Mord, versuchter Mord und besonders schwere Brandstiftung“, sagte Jana Friedrich, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“.

Bei dem mutmaßlich vorsätzlich gelegten Feuer in der Nacht zu Karfreitag sind 16 Menschen verletzt worden. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde in der vierten Etage eine Leiche gefunden. Nach vorläufigen Obduktionsergebnissen vom Samstag handelt es sich um eine Frau. Die genaue Identität konnte noch nicht geklärt werden.

Auch bei einem Schwerverletzten versuche die Polizei weiterhin, die Identität zu ermitteln. Der Mann kam nach dem Feuer in ein Krankenhaus. Sein Zustand war am Samstagabend sehr kritisch, wie ein Polizeisprecher sagte.

Das vom Feuer fast völlig zerstörte Wohnhaus bleibe nach Rücksprache mit Statikern mindestens bis Dienstag gesperrt, so der Sprecher. Erst nach einer Freigabe könne vor Ort weiter nach der Brandursache ermittelt werden.

Die Bewohner des fünfstöckigen Gebäudes, in dem überwiegend Ausländer lebten, kamen bei Verwandten und Freunden unter oder wurden von der Stadt untergebracht.

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