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Tatort Deutschland: Zahl der Einbrüche steigt

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erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Berlin/Kiel | Die Polizei registriert immer mehr Wohnungseinbrüche. Nach Medienberichten gab es im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 8,7 Prozent. In Schleswig-Holstein waren es plus 4,6 Prozent. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin bestätigte gestern diesen Trend. Demnach sei die Zahl der Wohnungseinbrüche 2012 um 10 000 auf 144 000 Straftaten gestiegen. Innerhalb der letzten drei Jahre hätten diese Delikte um fast 30 Prozent zugenommen.

Gefasst werden die Täter selten. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte, die Ermittlungen bei Einbrüchen seien zeitaufwendig und personal intensiv. "Es werden Tausende DNA-Spuren gesichert, aber nicht ausgewertet, weil wir uns erst um die schweren Straftaten kümmern müssen." Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) führt den Anstieg besonders auf das organisierte Vorgehen internationaler Banden zurück. Diese kämen vor allem aus dem ehemaligen Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien.

In der polizeilichen Kriminalitätsstatistik, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich morgen vorstellt, ist Frankfurt erneut Hauptstadt des Verbrechens. Dort stieg die Zahl der erfassten Straftaten je 100 000 Einwohner im Jahr 2012 auf 16 310. Am ungefährlichsten ist es in München (7153). In Berlin registrierte die Statistik 14 144 Straftaten pro 100 000 Einwohner, in Hamburg 12 651.

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