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Inselgruppe des Jemen erfasst : Super-Zyklon zerstört 30 Häuser - Hunderte Familien evakuiert

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Der erwartete Wirbelsturm hat die jemenitische Inselgruppe Sokotra erreicht. Heftiger Regen hat die Inseln unter Wasser gesetzt - einige Menschen wurden verletzt.

Sanaa | Ein heftiger Wirbelsturm hat die jemenitische Inselgruppe Sokotra vor der Küste der Arabischen Halbinsel erfasst und mindestens 30 Häuser zerstört. Hunderte Familien seien fern der Küste in Regierungsgebäuden und Schulen vor dem Zyklon Chabala in Sicherheit gebracht worden, berichteten Sicherheitskreise am Montag. Heftiger Regen und eine Flut hätten die Insel unter Wasser gesetzt. Einige Menschen seien verletzt worden, Tote gebe es bisher nicht.

Im Jemen herrscht seit Monaten Bürgerkrieg zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und Anhängern des sunnitischen Präsidenten Hadi, der nach Saudi-Arabien geflohen ist. Die Aufständischen beherrschen weite Teile des Landes, verloren zuletzt aber im Süden des Landes an Boden. Seit März fliegt ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis Luftangriffe auf Stellungen der Huthis.

Der World Meteorological Organization (WMO) zufolge kann der Zyklon Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern erreichen. Demnach soll er in der Nacht auf Dienstag die Küste des Jemens und des Omans erreichen und auch dort heftigen Regen auslösen. Die betroffenen Regionen sind jedoch nur spärlich bewohnt.

Bilder vom sich nähernden Zyklon twitterte die WMO am Montag:

Sokotra liegt im Indischen Ozean rund 350 Kilometer vor der Küste des Jemens. Die Inselgruppe steht wegen ihrer einzigarten Fauna und Flora auf der Liste des Unesco-Weltnaturerbes. Im Konfliktland Jemen könnte der Sturm die dramatische humanitäre Lage weiter verschlimmern.

Der Super-Zyklon war bereits am Wochenende von Meteorologen angekündigt worden.

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erstellt am 02.Nov.2015 | 13:09 Uhr

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