Sechsjähriger aus Potsdam : Suche nach Elias: Polizei sucht im Flussbett der Nuthe

Mitarbeiter des Technischen Hilfwerkes und Polizisten wollen den Wasserstand des Flüsschens absenken.
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Mitarbeiter des Technischen Hilfwerkes und Polizisten wollen den Wasserstand des Flüsschens absenken.

Seit über einer Woche fehlt von Elias jede Spur. Suchhunde schlugen an einem Flüsschen an. Dort wird nun weitergesucht.

shz.de von
17. Juli 2015, 17:10 Uhr

Potsdam | Bei der Suche nach dem vermissten sechsjährigen Elias aus Potsdam ist der Wasserstand der Nuthe am Freitag um rund 25 Zentimeter abgesenkt worden. Das soll das Ausbaggern des Schlammbodens erleichtern, wie die Polizei mitteilte. Sie untersucht den Untergrund des Flüsschens im Stadtteil Schlaatz. Dort verschwand das Kind vor mehr als einer Woche. Gesucht wird an einer Stelle, an der zuvor Spürhunde angeschlagen hatten. Bis zum Freitagnachmittag blieb die Suche ohne Ergebnis. „Es hat sich noch nichts ergeben“, sagte ein Polizeisprecher.

Seit Mittwoch vergangener Woche wird im Stadtteil Schlaatz nach dem auf einem Spielplatz verschwundenen Sechsjährigen gesucht. Bisher gibt es trotz 532 Hinweisen aus der Bevölkerung (Stand vom Donnerstagabend) keine Spur von dem Kind.


Die Arbeiten laufen auf einer Länge von etwa 200 Metern. Die Baggerarbeiten hatten am Donnerstag begonnen und waren am Abend unterbrochen worden. Mit dem Bagger wird der Schlamm aus dem Wasser geholt und auf eine Schwimmplattform gehievt, auf der ein Hund im Einsatz ist. Bisher wurde nichts gefunden.

Die Suche nach dem Kind war am Donnerstag mit mehr als 150 Polizisten und freiwilligen Helfern des Technischen Hilfswerkes entlang der Nuthe fortgesetzt worden. Er gehe davon aus, dass auch am Samstag noch aktiv gesucht werde, sagte der Sprecher. Die bis Freitagnachmittag eingegangenen rund 550 Hinweise brachten bisher keinen Durchbruch.

Seit Wochenanfang wird auch im nahen Berlin auf großen digitalen Infotafeln nach dem blonden Jungen gefahndet. Auf den Infoscreens hat die Initiative Vermisste Kinder die offiziellen Suchplakate der brandenburgischen Polizei geschaltet. Zu sehen ist das Plakat mit Foto, Beschreibung des Erstklässlers sowie den offiziellen Kontaktdaten der Polizei Potsdam.

Eine ähnliche Aktion gab es bereits für die seit Anfang Mai vermisste fünfjährige Inga aus Sachsen-Anhalt. Sie verschwand bei Stendal, mehr als 100 Kilometer von der brandenburgischen Landeshauptstadt entfernt.

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