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Wetter am Wochenende in SH : Sturm soll drei Tage dauern – und bringt bis zu 13 Grad

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ist tatsächlich Dezember? Ein Diplom-Meteorologe erwartet neue Wärmerekorde und starken Wind am Wochenende.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 14:34 Uhr

Kiel | Stürmisches Wochenende in SH: Einen 72-Stunden-Sturm, hat Sebastian Wache, Diplom-Meteorologe der Kieler Vorhersage-Firma „Wetterwelt“ prognostiziert. Bis Samstagmorgen war alles weitgehend ruhig. „Wir hatten drei Einsätze wegen des vermeintlichen Sturms“, hieß es bei der Leitstelle Nord der Polizei gegen 9.30 Uhr. „Das ist eigentlich nicht der Rede wert.“ Bis zum Nachmittag um 15 Uhr waren es sechs.

Seit Freitagvormittag werden sich bis Sonntag laut Prognose zunehmend mehr Windstärken aufbauen. „Für den Küstenschutz vor allem auf Sylt wird es gefährlich“, warnt Wache. „Durch den lang anhaltenden Wind können sich besonders hohe Wellen von bis zu sechs Metern aufbauen.“

Gerade um die Hörnum-Odde gibt es nach dem kürzlichen Orkan-Tief „Nils“ große Sorgen. Es hatte ihr bereits stark zugesetzt.

Während „Nils“ in nur 24 Stunden von Großbritannien ins Baltikum zog und durch sein Tempo brachiale Böen mitbrachte, rechnet Wache diesmal mit weniger ruckartigen Ausschlägen auf der Windskala – dafür aber mit einem „kontinuierlich erhöhten Grundwindstrom“. Am Sonntag sei selbst im Binnenland länger andauernd mit Windstärke 9, an der Westküste mit 10 bis 11 zu rechnen. Zumindest Nordfriesland stehe eine Sturmflut bevor.

Die Erklärung für das Wettergeschehen: ein sehr ausgedehntes Hoch über dem kompletten Mittelmeerraum. Deshalb müssten sich alle aus West bis Südwest heranziehenden Tiefs nördlich von dem Hoch vorbeischieben, sagt Wache. Zwischen dieser „Tiefdruck-Autobahn“ und dem Hoch liege die Zone des stärksten Windes – und genau dort befinde sich Schleswig-Holstein. Einher gehen die Sturmtiefs laut Vorhersage mit sehr milden Temperaturen von bis zu 13 Grad. Wache geht davon aus, dass an mehreren Orten im Land die Wärmerekorde für Anfang Dezember aus den letzten zehn Jahre geknackt werden.

 

 

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