Fünf Prozent mehr Lohn : Streik in Griechenland: Auch am Dienstag kein Fährverkehr

Die Seeleute fordern Lohnerhöhungen von mindestens fünf Prozent. /AP
Die Seeleute fordern Lohnerhöhungen von mindestens fünf Prozent. /AP

Wegen eines Streiks der griechischen Seeleute ist der Fährverkehr in der Ägäis und im Ionischen Meer weitgehend lahmgelegt worden.

shz.de von
03. September 2018, 14:54 Uhr

Kein Ende des Ausstandes der griechischen Seeleute in der Ägäis: Ihre Gewerkschaft hat am Montag angekündigt, dass ein zunächst auf 24 Stunden angelegter Streik bis Mittwochmorgen um 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 MESZ) verlängert wird.

Der Fährverkehr war seit Montagmorgen weitgehend lahmgelegt. Wie die Hafenpolizei mitteilte, lief keine der größeren Fähren aus. Lediglich einige kleinere Schiffe pendelten zwischen den Inseln.

Die Seeleute fordern Lohnerhöhungen von mindestens fünf Prozent, wie ihre Gewerkschaft mitteilte. Die Reedereien seien bereit, ein Prozent mehr Lohn ab sofort und ein weiteres Prozent vom 1. Januar 2019 an zu zahlen, teilte der Verband der Reeder der Fähren mit. Das lehnte die Gewerkschaft ab und kündigte am Montagnachmittag an, dass der Streik wegen der «nicht konstruktiven Haltung der Reeder» verlängert werde.

Anfang September machen noch viele Touristen Urlaub in Griechenland. Zudem kehren Zehntausende mehrheitlich einheimische Touristen aus ihrem Urlaub auf den Inseln zurück in die Ballungszentren. Die Reedereien hatten die Reisenden schon in der vergangenen Woche informiert und vorsichtshalber keine Tickets für Montag ausgegeben. Wichtigste Auswirkung: Die Inseln, die keinen Flughafen haben, bleiben während des Streiks von der Außenwelt abgeschnitten.

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