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Bootiden, Geminiden, Mondfinsternis : Sternschnuppen satt: So wird das himmlische 2017

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Mit einem Sternschnuppen-Regen beginnt das neue Jahr. Später erwartet uns zudem eine teilweise Mondfinsternis.

Das Jahr 2017 beginnt mit Sternschnuppen-Regen – und endet auch ebenso. Es sind Bootiden- und Geminiden-Meteorenströme, die Sternenfreunde bei einem Blick in den Himmel faszinieren dürften. „Wenn sich am Neujahrsabend der Schwarzpulver-Rauch gelegt hat, dann ist es an der Natur, mit ihrem Feuerwerk loszulegen“, meint dazu der Astrophysiker Michael Linden-Vørnle von der Weltraumabteilung der Technischen Universität Dänemarks (DTU).

Die Bootiden (auch Quadrantiden genannt) werden dann die ersten der jährlich wiederkehrenden Meteorenströme sein, aktiv seit dem 28. Dezember bis zum 12. Januar. In der Nacht zum 4. Januar wird ihre deutlichste Ausprägung erwartet – mit bis zu 120 Sternenschnuppen in der Stunde.

Die Bootiden haben ihren Namen vom Sternenbild des Bärenhüters (lateinisch/griechisch „bootes“), vor dem sie auftauchen. In der Nacht sollte man also von Mitternacht an nach Nordosten Ausschau halten – und dabei warme Kleidung nicht vergessen, rät Linden-Vørnle, schließlich können zwischen den einzelnen Sternenschnuppen durchaus einige Minuten vergehen.

Wie es überhaupt dazu kommt, dass wir jedes Jahr wieder just diese Sternenschnuppen sehen – das hat der Nasa-Forscher Peter Jenniskens erst vor 13 Jahren herausgefunden. Die Erde bewegt sich, so seine Entdeckung, durch eine Staubwolke, die ein Komet hinterlassen hat – ein Objekt mit dem Namen 2003 EH1. Dieser wiederum soll Teil eines Kometen sein, der vor rund 500 Jahren zerbarst.

So entstehen Sternschnuppen und Meteorströme

Leuchterscheinungen am Himmel werden Meteor oder Sternschnuppe genannt. Das Licht der Sternschnuppen stammt nicht von den verglühenden kosmischen Geschossen selbst, sondern von den Luftmolekülen der Erdatmosphäre: Die schnellen Teilchen aus dem All übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die daraufhin Licht aussenden. Besonders helle Objekte werden als Boliden bezeichnet.

Meteorströme treten jeden Jahr auf. Am bekanntesten sind die Quadrantiden im Januar, die Perseiden im Juli und August, die Leoniden im November und die Geminiden im Dezember. Meteorströme entstehen, wenn die Erde in die Flugbahn eines Kometen kommt.

 

In der Nacht zum 8. August wird es zu einer teilweisen Mondfinsternis kommen. Ein Teil der Mondoberfläche gerät dann in den Erdschatten. Wer das beobachten will, braucht komplett freie Sicht in Richtung Südost – weil das Ereignis schon um 22.19 Uhr endet, wenn der Mond noch längst nicht voll aufgegangen ist.

Im Dezember dann kommt die Weihnachtsshow: Die Geminiden, nach dem Sternenbild Zwillinge benannt, vor dem sie auftauchen, werden zwischen dem 4. und dem 17. Dezember am Nachthimmel zu sehen sein – am besten in der Nacht zum 14. Dezember. Wer das Fernglas auf die beiden Sterne Castor und Pollux im Südosten richtet, wird sie bei klarer Sicht nicht verpassen.

Bei den Geminiden handelt es sich um Partikel, die vom Phaeton auf seiner unruhigen Reise durch unser Sonnensystem abfallen. Phaeton gilt potenziell gefährlich für die Erde – wie neben ihm weitere 1.748 Himmelskörper – und misst rund fünf Kilometer im Durchmesser.

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erstellt am 29.Dez.2016 | 17:18 Uhr

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