Stelldichein der Superhelden

Captain America, Iron Man und Co. müssen die Welt vor dem Bösen retten / Grandioses Comic-Spektakel mit Kult-Potenzial

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25. April 2012, 09:05 Uhr

Der 26. April ist ein großer Tag für die Fans des Marvel-Comic-Imperiums. Denn morgen startet in Deutschland der Film "Marvels The Avengers" - ein Klassentreffen der großen Superhelden von Captain America über Hulk bis hin zu Iron Man. Nach jüngsten Verfilmungen von "Iron Man", "Thor" und "Captain America" steht nun auf dem Programm, was der Filmverleih den "heiligen Gral des Marvel-Universums" nennt - nach zehn Jahren Planung.

Es ist der wohl teuerste Marvel-Film überhaupt, entsprechend groß sind Erwartungshaltungen und Fallhöhe. Sorgen müssen sich die Macher des Films aber wohl kaum machen. "The Avengers" (Die Rächer) ist ein sehr unterhaltsames, sehr cooles Comic-Spektakel mit großem Star-Aufgebot geworden, das nicht nur Marvel-Fans begeistern dürfte.

Die Geschichte: Die Welt steht vor dem Abgrund. Thors rachsüchtiger Adoptivbruder Loki (Tom Hiddleston) verfügt dank eines kosmischen Wunderwürfels über unbegrenzte Macht und die will er dazu nutzen, die Menschheit mit Hilfe seiner angsteinflößenden Armee zu unterwerfen. Da hat er allerdings die Rechnung ohne die Friedensorganisation S.H.I.E.L.D und ihren Chef Nick Fury (Samuel L. Jackson) gemacht. Der nämlich bietet das Beste auf, was die Menschheit an Superhelden zu bieten hat. Er holt Iron Man (Robert Downey Jr.), Thor (Chris Hemsworth), Hulk (Mark Ruffalo), die Black Widow (Scarlett Johansson) und natürlich Captain America (Chris Evans) aus der Versenkung und gibt ihnen eine ebenso einfache wie umfangreiche Aufgabe

Die Welt muss gerettet werden. Die Reise führt die Helden auch nach Deutschland: in die Königstraße 28 in Stuttgart, um genau zu sein. Dort hat Loki seinen ersten großen Auftritt und versucht, eine Menschenmasse in die Knie zu zwingen. Doch Captain America kommt den Deutschen zur Hilfe. Es habe in Deutschland schon einmal jemanden gegeben, der versucht habe, alle anderen zu beherrschen, sagt er. Damit sei er damals schon nicht einverstanden gewesen. Dass das in keiner Weise pathetisch wirkt, liegt an der Selbstironie und dem Witz.

Regisseur und Drehbuchautor Joss Whedon hat mit seinem Film über die größte Marvel-Comicserie humorvolles, cooles Popcorn-Kino auf die Leinwand gebracht - und vielleicht sogar einen neuen Kultfilm. Um diesen zu schützen, musste während der Dreharbeiten sogar das FBI eingreifen, wie "Spiegel Online" berichtete. Durch einen irregeleiteten Druckbefehl sei das streng geheime Drehbuch an einen jungen Comic-Fan geraten, der es sogleich zu Geld machen wollte. Die Behörden wurden eingeschaltet, für den Notfall soll es sogar Pläne gegeben haben, die Geschichte im Falle eines Geheimnisverrats komplett umzuschreiben. Jetzt allerdings kann der Film sich aufmachen, das zu schaffen, was sein Regisseur von ihm erwartet: "Der Film soll die Leute aus den Sitzen hauen."

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