Umweltkatastrophe : Starkes Erdbeben vor Alaskas Küste – Tsunami-Gefahr aufgehoben

Blick auf Kodiak im Golf von Alaska. Ein Erdbeben der Stärke 7,9 hat den Meeresboden vor der Küste des nördlichsten US-Bundesstaats erschüttert. /Archiv
Blick auf Kodiak im Golf von Alaska. Ein Erdbeben der Stärke 7,9 hat den Meeresboden vor der Küste des nördlichsten US-Bundesstaats erschüttert. /Archiv

Wieder kommt es um den Pazifik zu einem starken Erdstoß. Die Behörden gaben zunächst eine Tsunami-Warnung heraus.

shz.de von
23. Januar 2018, 13:01 Uhr

Juneau | Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum hat für Hawaii die Vorwarnung vor einer zerstörerischen Welle nach dem Erdbeben vor Alaska aufgehoben. Das teilte der US-Wetterdienst am Dienstagmittag deutscher Zeit mit. „Auf Basis aller verfügbaren Daten besteht keine Tsunamigefahr für den Bundesstaat Hawaii“, hieß es in der Mitteilung. Die Warnungen für die Küste Alaskas und die Westküste Nordamerikas blieben laut der Website des Wetterdienstes jedoch zunächst in Kraft.

Die Polizei der dem Epizentrum am nächsten gelegenen Stadt Kodiak in Alaska rief die Bewohner auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in eine Höhe von mindestens 30 Meter über dem Meeresspiegel zu begeben. Berichte von der Ankunft einer Welle gab es aber zunächst nicht. Auch über Opfer oder Schäden wurde zuerst nichts bekannt.

Ein Erdbeben der Stärke 7,9 hatte den Meeresboden vor der Küste des US-Bundesstaats Alaska erschüttert. Das teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Von Opfern oder Schäden war zunächst nichts bekannt. Der Erdstoß ereignete sich laut USGS nach deutscher Zeit am Dienstag um 10.31 Uhr (0.31 Uhr Ortszeit). Das Epizentrum lag der Erdbebenwarte zufolge 278 Kilometer südöstlich der Stadt Kodiak im Golf von Alaska. Das Beben ereignete sich in zehn Kilometern Tiefe. In Kodiak verspürten die Menschen laut Augenzeugen einen leichten Erdstoß.

Das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam gab die Stärke des Bebens mit 7,8 an. Die US-Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA sprach von einer Stärke von 8,0. Das Epizentrum liegt im sogenannten Pazifischen Feuerring. Dieser Ring rund um den Pazifischen Ozean ist geologisch eine der gefährlichsten Regionen der Erde, weil an ihm verschiedene Platten der Erdkruste aufeinandertreffen. Immer wieder kommt es zu tektonischen Verschiebungen, die Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis zur Folge haben. Der mehr als 40.000 Kilometer lange „Feuerring“ reicht von der süd- und nordamerikanischen Westküste über Alaska, Russland, Japan bis hin nach Südostasien.

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