Promi Big Brother 2018 : Silvia besiegt Chethrin klar im Big-Brother-Finale

Promi Big Brother 2018 geht zu Ende. Wer gewinnt? Wir bilanzieren Quote, Sex und Beichtverhalten der sechsten Staffel.
Sat.1 hat jetzt schon gewonnen: 2018 lief "Promi Big Brother 2018" so gut wie seit Jahren nicht mehr. Foto: Sat.1

Promi Big Brother 2018 ist aus. Silvia schlägt Chethrin im Finale aus dem Rennen. Wie war Staffel 6? Die Bilanz:

shz.de von
31. August 2018, 20:39 Uhr

Mit dem Finalsieg von Silvia Wollny endet  "Promi Big Brother 2018". Wie hat Sat.1, wie haben die Promis sich in der sechsten Staffel geschlagen? Eine Bilanz:


Wer siegt, wer fliegt auf den letzten Metern raus?

57,1 zu 42,9 Prozent: Mit deutlichem Vorsprung gewinnt Silvia Wollny "Promi Big Brother 2018", die erste Frau seit Jenny Elvers' Triumph in der ersten Staffel. Chethrin Schulze verpasst die 100.000 Euro Siegprämie, mit denen sie die Brustkrebsforschung unterstützen und ein Eigenheim anzahlen wollte.Die Männer des Finales waren schon vorher rausgeflogen. Daniel Völz traf es zuerst: Um 22 Uhr wählte das Publikum den Bachelor raus. Eine halbe Stunde später war dann auch Alphonso Williams ausgeschieden.

Rausch und Rollenbruch

Noch in diesem Frühjahr hat Daniel Völz als säuselnder Bachelor schönen Frauen mit Blumen geschmeichelt. „Willst du diese Rose annehmen“, fragte er Dutzende Mal in zarter Zurückhaltung. Seit Tag 7 ist es damit aus. Bei einer Doggy-Style-Präsentation guckt der Bachelor in die gespreizten Beine der Sex-YouTuberin Katja, bei der Pool-Party begießt er sie mit Alkohol und klatscht den Hintern der „Love Island“-Kandidatin Chethrin rot. „Ich hab gedacht, da freut sich jemand“, schmunzelt Daniel später in die Kamera. Gründlicher kann man sich das Schnulzen-Image nicht ramponieren. Welcher Groupie soll aus dieser flachen Hand noch eine Rose nehmen? (Alex und Daniel: Mit einer Zote ins Bachelorette-Finale)

„Big Brother“ als Beichtstuhl

Jeden zweiten Tag ein Bekenntnis: In der aktuellen Staffel lieferten die Promis ihre Intimitäten schneller ab, als der Boulevard-Journalismus mitschreiben konnte. Gleich am Anfang enthüllte Sophia Vegas, dass sie guter Hoffnung ist – und trat damit eine heitere Debatte über das Schwangerschaftsrisiko entfernter Rippen und mehrfach vergrößerter Brüste los. Ab dann bekamen die Geständnisse eine dunklere Note: Daniel Völz beweinte seinen verstorbenen Opa, Chethrin berichtete von einem Frühabort und Katja konterkarierte ihr Image als leichtlebige Sex-Nudel mit einer ganzen Serie von Tragödien: Mobbing, Suizid, Krebstod, Abtreibung – die Familiengeschichte 22-Jährigen ist so finster, dass Jochen Schropp und Marlene Lufen bei den Überleitungen zur nächsten Gaga-Challenge aufs Schönste ins Straucheln kamen. (Daniel und Katja weinen im "Big Brother"-Haus – darf man da lachen?)

Rein und raus: Turbulente Abgänge im Container

Warum bloß geht man in eine Show, in der man tagelang mit Behelfspromis ein einziges Handtuch und das Chemie-Klo teilt? Zu dieser Grundsatzfrage kam in der sechsten Staffel eine weitere hinzu: Wieso geht man wieder raus, bevor die erste Folge auch nur ausgestrahlt ist? Karl-Heinz Richard von Sayn-Wittgenstein hatte schon mehrere Tage im Container gewohnt, als er sich beim Staffelauftakt gleich wieder verabschiedete. Das rätselhafte Aus eröffnete einen Reigen von Ein- und Auszügen: Erst musste Silvia Wollny mit Verdacht auf Gürtelrose in Quarantäne. Sophia Vegas ging, wegen der Ansteckungsgefahr für die Schwangere, gleich mit. Wollny wurde bald für nicht infektiös erklärt und kehrte zurück. Vegas hatte die Lust verloren und blieb im Hotel. Das offen zur Schau getragene Desinteresse machte es nicht leichter, als Zuschauer am Ball zu bleiben.

Sat.1 ist jetzt schon der Sieger: die „Big Brother“-Quote

2,37 Millionen Zuschauer haben vor zwei Wochen die erste Folge von „Promi Big Brother 2018“ gesehen; einen so guten Wert hatte die Show seit 2015 nicht mehr erreicht. Es ging gut los, und es ging auch gut weiter. Die ersten 13 Folgen hatten im Schnitt 1,83 Millionen Zuschauer (Marktanteil 10,9 Prozent). Bei den werberelevanten Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren waren es eine knappe Million und ein Marktanteil von 16,9 Prozent – doppelt so viel wie der Senderschnitt, der 2017 bei 8,4 Prozent lag (in der jungen Zielgruppe). Der Branchendienst „Quotenmeter.de“ ruft schon jetzt die erfolgreichste Staffel seit 2015 aus. Verglichen mit dem direkten Konkurrenten, bleibt „Promi Big Brother“ aber das kleine Trash-Event. Das Dschungelcamp hatte im Frühjahr einen Zuschauerschnitt von 5,5 Millionen; bei den Jungen lag der Marktanteil in der zwölften Staffel bei 37,8 Prozent. (Selbstvermarktung vom Feinsten: Wie Jochen Schropp sich von Katja und Mike vorführen lässt)

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