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Brände, Schlägereien und Unfälle : Silvesternacht: Tausende Einsätze für Polizei und Feuerwehr

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Eine Frau wird bei einem Feuerwerksunfall so schwer verletzt, dass ein Fuß amputiert werden muss. Ein Zwölfjähriger verliert mehrere Finger.

shz.de von
erstellt am 01.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Berlin | Neben ausgelassenen Feiern hat es in der Silvesternacht wieder Brände, Schlägereien und Unfälle gegeben. In Berlin wurden zwei Menschen von U-Bahnen überrollt - sie kamen ums Leben. Einer der beiden war ein stark betrunkener 20-Jähriger, wie die Polizei mitteilte. Die Identität des anderen Opfers war zunächst unbekannt. In Nordrhein-Westfalen wurden bei einem missglückten Feuerwerk 15 Menschen verletzt. Einer Frau musste ein Fuß amputiert werden. In Hamburg wurden mehr als 90 Menschen aus einem brennenden Altersheim gerettet - Auslöser des Feuers war vermutlich eine Rakete.

Allein in Berlin musste die Polizei nach eigenen Angaben 1749 Einsätze zwischen dem Silvesterabend und dem Neujahrsmorgen bewältigen - gut 500 mehr als im vergangenen Jahr. Beamte wurden mit Raketen beschossen und mit Böllern beworfen. Die Feuerwehr rückte in Berlin mehr als 1500 Mal aus - an einem durchschnittlichen Tag sind es 1100 Einsätze. In 432 Fällen handelte es sich um Brände. Häufig habe es auf Balkonen gebrannt - wahrscheinlich ausgelöst durch Silvesterraketen.

Bei Deutschlands größter Silvesterparty zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule zählte die Berliner Feuerwehr 169 Hilfeleistungen. 27 Besucher mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Auf der knapp zwei Kilometer langen Festmeile feierten nach Angaben der Veranstalter mehrere 100.000 Menschen friedlich ins neue Jahr. Einem Polizeisprecher zufolge gab es keine größeren Vorkommnisse.

Nach dem missglückten Feuerwerk mit 15 Verletzten in Nordrhein-Westfalen ermittelt nun die Kriminalpolizei. Bei einer Silvesterparty in einem Landhotel in Datteln am Nordrand des Ruhrgebiets stürzte eine Feuerwerksbatterie um und feuerte in eine Menschenmenge, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Neben dem vom Veranstalter geplanten Feuerwerk hatten nach ersten Ermittlungen auch Gäste und Zuschauer eines benachbarten Campingplatzes ihre mitgebrachten Feuerwerksbatterien zünden dürfen.

In Hamburg war die Feuerwehr rund sechs Stunden im Einsatz, um den Brand in dem Altersheim zu löschen. Das oberste Stockwerk sei durch die Flammen beschädigt und das restliche Haus durch die Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß es. Die rund 90 Bewohner wurden vorerst in einer Notunterkunft in einer Schule untergebracht. Sie sollten in den nächsten Tagen auf andere Altenheime verteilt werden.

Das Unfallkrankenhaus Berlin zählte ab Mitternacht 50 ankommende Patienten, von denen sich die meisten mit Sprengkörpern verletzt hatten. Drei Patienten erlitten durch explodierende Böller Gesichtsverletzungen, in sieben Fällen mussten Handchirurgen eingreifen. Ein zwölfjähriger Junge verlor mehrere Finger.

 

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