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Warnung vor „Polenböllern“ : Silvester 2015: Worauf man beim Böller-Kauf achten muss

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Alle Jahre wieder - reißen Billig-Böller Finger ab. Experten zeigen, worauf man achten muss.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 17:14 Uhr

Berlin | Sprengstoff-Experten warnen  dringend vor gefährlichen und nicht erlaubten Silvesterböllern aus dem Ausland. „Diese Pyrotechnikartikel können zu erheblichen Verletzungen führen“, teilte die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) mit (Hier ein aktuelles Beispiel). Um sicher zu gehen, sollte man nur geprüftes und in Deutschland zugelassenes Feuerwerk mit einer offiziellen Registriernummer und einer deutschen Gebrauchsanleitung kaufen.

„Bei einem geprüften Knallkörper, der versehentlich in der Hand angezündet wird, kommt es zu leichten Verbrennungen“, erklärt die Prüfleiterin der Bundesanstalt, Heidrun Fink. „Der viel brisantere Blitzknallkörper enthält aber nicht Schwarzpulver, sondern ist mit einem viel stärker reagierenden Blitzknallsatz gefüllt. Deshalb kann man schwere Verletzungen erleiden und durchaus einige Finger verlieren.“ Fachleute der Bundesanstalt zeigten bei einer Vorführung mit einer Handattrappe, wie schnell Menschen einen oder mehrere Finger verlieren können, weil sie nicht zugelassene Knallkörper anzünden.

Jedes Jahr gibt es in den Tagen vor Silvester und in der Nacht des Jahreswechsels zahlreiche Verletzte, besonders Jugendliche und junge Männer gefährden sich oft selbst. Aber auch unbeteiligte Menschen werden verletzt, weil andere mit gefährlichen Böllern werfen oder sie von Balkonen fallen lassen.

+++WARNUNG VOR ILLEGALEM SILVESTERFEUERWERK++++++BITTE TEILEN+++Feuerwerkskörper sind ein nicht wegzudenkender...

Posted by Feuerwehr Hamburg on  Dienstag, 22. Dezember 2015

Obwohl es eine einheitliche EU-Prüfung für Böller und Raketen gibt, sind die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen von Land zu Land verschieden. Die Bundesanstalt rät deshalb, Feuerwerk nur in Deutschland und nicht im europäischen Ausland zu kaufen und über die Grenze zu bringen. „Für den deutschen Markt bestimmte Knallkörper dürfen maximal sechs Gramm Schwarzpulver enthalten. Beimischungen des bedeutend heftiger reagierenden Blitzknallsatzes darin sind für den üblichen Normverbraucher nicht erlaubt.“ Besonders über Osteuropa werden große Mengen von Böllern und anderen Feuerwerkskörpern nach Deutschland geschmuggelt. Hergestellt wurde das meiste in China. Wegen der heftigen und gefährlichen Sprengkraft ist vieles davon in Deutschland verboten.

Der Zoll beschlagnahmt derzeit Zehntausende Böller - wie hier kurz vor Weihnachten bei Uetersen. Die Zahl der Fälle nimmt zu. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl beschlagnahmter Böller allein in der Region Berlin/Brandenburg mit 103.833 mehr als verdoppelt.

Auch die Bundespolizei in Sachsen warnt. In dem Bundesland mit Grenzen zu Polen und Tschechien seien bei Kontrollen bereits mehr als 41.100 solcher pyrotechnischen Erzeugnisse sichergestellt worden, hatte es Mitte Dezember geheißen. Das seien fast 10.000 mehr als im gesamten Vorjahr.

In Deutschland ist der Verkauf von Feuerwerk nur an den letzten drei Tagen des Jahres erlaubt.

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