Sigmar Gabriel fordert Fortsetzung des harten Lockdowns

Avatar_shz von 16. Februar 2021, 12:29 Uhr

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Sigmar Gabriel fordert Fortsetzung des harten Lockdowns

Der frühere Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel kritisiert, dass „Wegsperren wie bei der Pest im Mittelalter “ der vermeintlich wichtigste Ansatz zur Pandemiebekämpfung in Deutschland sei. Bei „19 – die DUB Chefvisite“ rügt Gabriel, die Politik gehe „nicht mit Mitteln des 21. Jahrhunderts, mit Künstlicher Intelligenz und Daten‐Tracking “ gegen das Coronavirus vor. Die vorhandene Corona‐App sei nutzlos, der Datenschutz müsse gelockert werden. Er spricht sich zugleich gegen Lockerungen der Corona‐Maßnahmen aus: „Ein Stop‐and‐ go‐Lockdown ist das Problematischste für die Wirtschaft.“ Hätten die Ministerpräsidenten im letzten Sommern nicht gelockert „und auf die Kanzlerin gehört, wären wir jetzt nicht in einer so schweren Welle “, so der ehemalige SPD-Vorsitzende. Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, fordert, nach dem Vorbild Österreichs Corona‐Selbsttests für zu Hause auch in Deutschland zuzulassen. „Wir sollten diese ‚Wohnzimmer‐Tests ‘ auch bei uns einführen – möglichst kostenfrei“, sagt Werner in der Sendung. Denn „ganz besonders die sozial benachteiligten, teilweise in sehr engen Wohnverhältnissen lebenden Menschen könnten von diesen Testungen profitieren“. Die Tests böten zwar keine 100‐prozentige Sicherheit, könnten aber „eine Reihe von Infektionen nachweisen und vielleicht auch den einen oder anderen Superspreader identifizieren“, so der Mediziner. _____________________________________________ Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Mittwoch, den 17. Februar, als Talk-Gast dabei: Johannes Marten von der Landesbank Baden-Württemberg.

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